Aufnehmen wie früher

Andy

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... ich meinte eigentlich auch ... die analoge Variante. Weshalb ich die 500 kg in den Vordergrund gestellt habe, weiss ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht genau. Hat sich wohl in mein Unterbewusstsein gebrannt, ... dass bei vielen das Transportgewicht immer wieder als Argument auftaucht.
 

Felix

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... ich meinte eigentlich auch ... die analoge Variante.
Die analoge Variante klingt für mich nicht anders. Und bedenke ich einen analogen Amp mit ein paar Bodentretern davor, ist mein AX8 genauso bedienbar. Damit ist es vorbei, sobald es ans Editieren geht, klar. Aber im Moment, wo alles eingestellt ist und ich meine Presets habe - kein Unterschied.

Allerdings schreibe ich gerne, dass sich das Boss ME70 für mich besser anfühlt. Hatte ich auch. War super. Gefiel mir in der Bedienung viel besser als das AX8. Der Ton? Nun, ich schrieb ja: Hatte ich.
 

belphegor

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@Felix und @belphegor. Eine Sache wundert mich dann doch. Wenn ihr bei einem Flügel oder Piano so auf das 500 kg Teil steht, dass ihr dann mit einem digitalen Amp-Simulator so gut klar kommt.
Man kann das Eine tun, ohne das Andere zu lassen…
Daher ist ein Fender Rhodes zBsp. für mich der perfekte Zwitter…
Und...
Analoge und digitale Welt sind zwei unterschiedliche Welten.
Da ich musikalisch analog sozialisiert wurde, sind meine Empfindungen beim Hören
analoger resp. natürlicher Instrumente andere, z.T. emotional positivere.
Das spricht nicht gegen digitale Musikbearbeitung/-gestaltung, sondern verdeutlicht
nur den Unterschied/menschlichen Faktor im Hinblick auf beide Welten.
Auch für mich macht es einen riesen Unterschied, an einem richtigen Flügel zu sitzen,
im Gegensatz zu einem modernen Keyboard.
Da besteht schon ein gewaltiger Unterschied.
Alleine in der haptischen Wahrnehmung.
Aber wir reden hier zuletzt natürlich über individuelle Wahrnehmungen.
 

Hubi72

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Ah, danke. Danke! Das habe ich mit großer Konsequenz zweimal überlesen. Da hätte ich mich sehr geärgert. Ich finde zwar die eingebauten Effekte sehr ansprechend und für meinen Zweck völlig ausreichend, da ich mehr mit echtem Raumklang arbeite. Aber wenn ich mir schon so ein Paket kaufe, sollte doch wenigstens der Superior Drummer laufen, wenn ich den auch nur in der geradezu Vintage-Version 2 besitze.
Ich hab die Producer-Version Studio One 2 - hier laufen die Plugins auch schon! Upgraden geht ja hier immer, wenn man klein anfängt (wie ich).
 

Felix

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OK, habe gerade die Pro-Version für 199 Eier erlegt. Ich war nämlich beeindruckt, wie schnell die Software lädt und auch Projekte startet. Das ist für mich ein großes Plus gewesen.

Die gesamte Überlegung hat mich im Verlauf der Woche zu einer neuen Lösung gebracht, die wohl meine Anforderungen erfüllt. Ich werde einen zweiten Monitor an den Rechner hängen, der auf einem mobilen Rack steht - das wird der Aufnahmeplatz, darauf steht dann nur ein kleiner Controller, im Rack stecken Preamps und Spielzeug. Somit sitze ich nicht mehr eingeengt am Tisch und habe dennoch den Komfort, auf alles zugreifen zu können - während der Aufnahmen.
Beim Mixing wiederum kann ich den größeren Arbeitskomfort eines Tischs genießen.
Die Sache mit der mobilen Aufnahmestation, die trotzdem am gleichen Rechner hängt (HDMI und USB bzw ADAT sind ja bis 5m in der Regel unempfindlich) wird wohl meine Ideallösung. Ich werde berichten.
 

zen

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Habe auch schon einige DAWs hinter mir, bin dann aber immer wieder bei Cubase hängen geblieben. Seit dem Cubase und sämtliche Plugins auf 64Bit laufen, ist alles mega stabil. Mit dem Workflow an sich hätte ich nie wirklich Probleme. Auch Latenzprobleme hatte ich nie wirklich. Das Mixen und Mastern an sich läuft bei mir so oder so auf meiner Xite-1, also quasi mit null Latenz. Dort kann ich mir auch alles so einrichten und verkabeln wie ich es will. Auf Cubase llaufen dann die Midiinstrumente wie Superiior Drummer 3 oder Omnisphere, sowie das gesamte Arrangieren. Auch das Ansteuern meiner Xite-1 Synths erfolgt über Cubase.. Gerade im Midibereich finde ich Cubase sehr stark. Aber klar, Budgetseitig ist Cubase, solange man Sie nicht als Education kauft, teurer als Studio One. Aber wenn Budget das Argument ist, ist meine Lösung so oder so raus.
 

Marcus Siepen

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Preislich tun die sich gar nicht so viel, Studio One ist nicht viel billiger als Cubase wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Und wie schon gesagt, man kann eu mit allen üblichen Verdächtigen wunderbar arbeiten

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Felix

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Budget ist für mich zweitrangig, allerdings habe ich in der Tat viel zu wenig Geld, um billig zu kaufen. Cubase ist für mich einfach durch wegen der Lizenztechnik, Produktpolitik, wegen des in meinen Augen rückständigen UI und des in meiner Erfahrung nicht vorhandenen Supports. Wenn ich bedenke, dass RME mir für mein 10 Jahre altes Interface noch heute Treiber und direkten Email-Support leistet und dass Cliff offenbar noch immer an der Firmware des AX8 arbeitet, mag ich Steinberg keine Träne hinterherweinen. Umso weniger, wenn ich in Studio One die (in meinen Augen) hübschere Tochter eines anderen Vaters gefunden habe. Und dort ist auch die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ich aufgrund der Lizenztechnik überhaupt Support benötige.

Leistung, Stabilität usw ist bei Steinberg ok gewesen, zumindest in den letzten 15 Jahren, als die Entwickler den Kinderschuhen entwachsen sind. Ob mir die Traditionsstärke von Cubase im Bereich MIDI wirklich fehlen wird, muss sich zeigen. Ich denke nicht.
 

zen

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Na dann passt doch alles. Viel Spaß mit Deiner neuen Errungenschaft.

Solange Cubase bei mir keine Zicken macht und sich wie bisher perfekt in meine Gesamtlösung integriert, werde ich dabei bleiben. Die 10.5 GUI passt für mich. Support habe ich nie wirklich benötigt, kann aber den Frust über nicht vorhandenen Support nachvollziehen.
 

papasoeren

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Ist PreSonus nicht von ehemaligen Steinberg Mitarbeitern aufgebaut worden? Ich glaube, mal sowas gelesen zu haben?
Ich kann mich aber auch arg täuschen. Dann habe ich nichts gesagt. ;)
 

funkstation777

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Ist PreSonus nicht von ehemaligen Steinberg Mitarbeitern aufgebaut worden? Ich glaube, mal sowas gelesen zu haben?
Ich kann mich aber auch arg täuschen. Dann habe ich nichts gesagt. ;)
Nein, da hast du vollkommen Recht, Sören. Als Yamaha Steinberg gekauft hat, ist ein Teil der Cubase-Mannschaft zu Presonus "übergelaufen", weil sie eine weniger "überladene" DAW haben wollten.
In Punkto Funktionsumfang schenken sich da aber beide (High-End)Version nix. Lediglich Nuendo geht da noch einen ordentlichen Ticken weiter.
 

papasoeren

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Nein, da hast du vollkommen Recht, Sören. Als Yamaha Steinberg gekauft hat, ist ein Teil der Cubase-Mannschaft zu Presonus "übergelaufen", weil sie eine weniger "überladene" DAW haben wollten.
In Punkto Funktionsumfang schenken sich da aber beide (High-End)Version nix. Lediglich Nuendo geht da noch einen ordentlichen Ticken weiter.

Es ist mir wieder eingefallen. Die Info hatte ich von Basti als ich damals den Ärger mit dem Studio One Update hatte.
 

Felix

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Studio One merkt man zwar die gemeinsame Vergangenheit mit Steinberg an, allerdings habe ich in den letzten Wochen nun zwei wesentliche Unterschiede, aus meiner Sicht objektive Vorteile festgestellt:

1. Der Support ist beinahe schon unheimlich schnell und gut. Ich habe dort kurz vor Weihnachten und auch zwischen den Jahren innerhalb weniger Stunden Antworten bekommen, die mir direkt und konkret geholfen haben. Die Situation bei Steinberg brachte mir immer das Bild von Tumbleweed vor Augen: Da kam gar nichts.

2. Das UI glänzt durch Fokus und Konsequenz. Es ist übersichtlich und durchdacht.

Insgesamt war das für mich genau die richtige Wahl.

Die physikalische Situation habe ich nun so gelöst:

82820
Allerdings war ich überrascht, wie teuer Birkensperrholz mittlerweile ist. Da würde ich so ein Teil der Optik zuliebe nächstes Mal gleich aus Eichenleimholz oder so etwas zimmern. Die Schublade ist heute erst fertiggeworden und besteht im Wesentlichen aus Abschnitten von diesem fürchterlichen MDF, das noch in der Werkstatt lag. Im Inneren sehe ichs nicht. Die Blende muss ich noch ölen. Unten sollte eigentlich eine zweite Schublade stecken, für Mikrofone, Kabel etc - was man genau dann braucht, wenn man mal eben schnell aufnehmen will und doch wieder etwas fehlt. Aber das AX8 hat es sich so gemütlich gemacht, da konnte ich ihm den Platz nicht verwehren.

Ihr sehr auch, dass ich den umgekehrten Trick angewandt und viel zu viele HE für 19"-Zeugs freigehalten habe. Dadurch werde ich keine solchen Geräte mehr kaufen müssen. Finde ich besser, als immer eine HE zu wenig zu haben. Spart auch Geld...

Vor diesem Platz sitze ich auf einer alten Klavierbank, links daneben stehen zwei Mikrofone für die Aufnahme der Akustikgitarren; auf dem oberen Schubbrett liegt das Zeugs zum Üben - Metronom und Notizbuch - und dazu kommt dann noch so'n alter 10€ Nummernblock, den ich als Controller für die DAW verwende und mal vor x Jahren zurechtimprovisiert habe. Ich staune noch immer, warum gerade dieses hingepfuschte Zeug einfach nicht ausbleicht, während unser Klingelschild schon nach 'nem halben Jahr unlesbar geworden ist.

82821

Wenn im Haus mal noch ein Monitor irgendwo übrig ist, kommt der obendrauf. Bislang muss ich noch nach rechts rüberschielen. Es ist allerdings schon alles erheblich angenehmer als am Schreibtisch. So hat man viel mehr Raum, variable Ablageflächen und haut auch nicht ständig mit der Klampfe irgendwo dagegen.

Es ist noch immer ein Kompromiss und die Arbeit mit einer Hardware wie dem alten Vierspurkassettenrecorder ist für die Notiz von Ideen noch immer schneller. Aber ich denke, unterm Strich ist das für mich so die bessere Lösung.
 
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Andy

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Hübsch!!

Für die Notiz nehm ich mittlerweile mein Handy und mach gleichzeitig Filmaufnahmen. .. Ich sass schon oft Tage später da, hab mir eine Tonaufnahme angehört und keine Ahnung mehr gehabt, wie ich das gespielt hab.... Deshalb jetzt Handy /Kamera
 
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