Ausdruck, Lautstärken und AXE FX2 in Kombination mit EMG DG-20 Plate

Kona34

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Hi Leute !

Ich habe das AXE FX2 schon länger, bin aber irgendwie unzufrieden mit dem, was ich dort herausbekomme...

Meine Probleme:
  1. Lautstärkeunterschiede in den Presets
  2. Irgendwie bedingt-gute Sounds in Kombination mit dem DG-20 Plate von EMG
  3. Expression-Pedal als Volume-Regelung
  4. Evtl. WR des AXE sinnvoll?
1. Wie stellt ihr eure Lautstärken ein? Ich bekomme ständig vom Mischer einen auf die Mütze, der mir sagt, dass ich Unterschiede in den Lautstärken habe. Ich habe es über dB-Apps und VU-Meter probiert, bekomme aber irgendwie keinen konkreten Dreh in die Sache.

2. Ich mache hauptsächlich Top40-Mucke: Hat jemand von euch evtl. auch das DG-20-Plate von EMG und könnte mir evtl. 2-3 seiner Standard-Presets zur Verfügung stellen und sagen, welche CAB-IRs ich hiermit für den Live-Betrieb am besten ausprobieren sollte ? Ich habe noch zu wenig Erfahrung, welche IRs am besten mit welchen Amps zu verwenden sind und entsprechend klingen meine "Konstruktionen" bedingt gut.
Es geht hier nicht darum, dass ich mir hiermit keine Arbeit machen will, sondern darum, dass ich eine Referenz brauche, an Hand derer ich meine paar genutzten Presets optimieren kann.

3. Ich habe 2 expression-Pedale, von denen ich eines als Volume-Pedal für die Presets nutzen will. Bei ruhigen Stücken zur Zeit der Tisch-/Dinnermusik mit lead-sound (z.B. Bed of Roses) geht mir der Sound flöten, wenn ich die Lautstärke hiermit nach unten anpasse. Könne es etwas damit zu tun haben, dass ich hier direkt den Volume-Block ansteuere, anstatt dies über die CC-Nr.-Zuweisung von Kanälen im AXE zu steuern?

4. Zu Beginn hatte ich im AXE mit den Einstellungen (I/O usw.) herumgespielt und weiß nun nicht, ob meine bedingte Ausdrucksstärke der Sounds nicht etwas mit einer kaputt-optimierten Grundeinstellung des AXE zu tun haben könnten. Habt ihr einen Tip, was ich vorwiegend in den Einstellungen checken sollte oder am besten direkt Werkseinstellungen und neu anfangen? (werden dann nur die Presets zurückgesetzt oder auch die CABs?)

Bin für jeden Tip dankbar !
Gruß,
Kona
 

Marcus Siepen

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Hi Kona, hier als Anregung meine Meinung:
1: Nutze deine Ohren und vergiss alle optischen Anzeigen. Nimm einen Sound als Ausgangsbasis und passe dann die anderen vom Level her daran an, so dass es für dich gut klingt. Unterschiedliche Sounds setzen sich im Mix sehr unterschiedlich durch, deshalb halte ich in dem Zusammenhang absolut nichts von optischen Anzeigen.

2: Das Teil kenne ich nicht, dazu kann ich nichts sagen

3: wenn du per Pedal das Level ändern willst musst du darauf achten, wo im Preset das passiert. Wenn du zum Beispiel vor dem Amp den Pegel änderst, dann wird der Sound nicht nur leiser, sondern auch weniger verzerrt, da du den Amp nicht mehr so laut anfährst. Wenn ich ein Expression Pedal als Volumen Pedal nutze, dann packe ich den Volume Block direkt vor Delay und Reverb, die bei mir immer die letzten Blöcke sind.

4: Wenn du unsicher bist, dann mach ein Backup deiner Sounds und IRs und setz die Kiste auf die Werkseinstellungen zurück

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Friedlieb

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Das von Marcus Geschriebene unterstreiche ich nachdrücklich. Zusätzlich noch einen Tipp: lege Dir die beiden Funktionen "Volume Increment" (CC 35) und "Volume Decrement" (CC 36) jeweils auf eine Tastenfunktion Deiner Fußsteuerung. Die beiden sind extrem hilfreich beim Anpassen der Pegel. Merkst Du, dass ein Preset zu leise ist, drückst Du Volume Increment. Der Axe-FX II wird dann den Sound um 3 dB lauter machen und das Preset sofort speichern. Volume Decrement entsprechend in der anderen Richtung. Jede Korrektur kostet Dich also nur einen Fußtipper und ist sofort dauerhaft.
Die einzige "Falle" bei der Sache entsteht aus der Tatsache, dass das Preset im aktuellen Zustand gespeichert wird: startest Du im Preset zB mit "Hall aus" und "Drive aus" und hast zufällig beides an, während Du eine der beiden Funktionen verwendest, dann ist das Preset anschließend mit "Hall an" und "Drive an" gespeichert. Muss man wissen.
 

Hubi72

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Ich nutze den VU-Meter durchaus, hab aber immer mein Standardpreset, das ich nutze als Referenz.

Bei Cab´s/IR´s ist weniger die speakerauswahl als die der richtigen IR der Knackpunkt. Hier hilft nur hören, probieren und im Bandkontext immer wieder ausprobieren, was klingt und sich durchsetzt.

Ich hab Volumepedal direkt am MFC angesteckt und muß hier gar nix programmieren. Von Lautstärkenänderungen mit Pedal auf der Bühne halt ich gar nix, das geht immer schief oder dauert zulange. Für lauter werden hab ich in den Presets immer einen neutralten Filterblock am ende der Kette (3-4dB).

Mit dem heutigen Stand der Software kann man eigentlich nix mehr falsch programmieren, die Amps klingen auch default sehr gut - Ausnahme - die Mesas Mk IV und II, wo man mit dem EQ arbeiten sollte für brauchbare Sounds. zu denen paßt sehr gut von Valhall die beiden Mesacabs, wenn du was kaufen willst.

Weißt du grundsätzlich, welche Speaker zu welchem Amp gehören?
 

Kona34

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Hallo zusammen und vielen Dank für die zahlreichen Antworten !! Sehr cool von euch !

@Hubi72 Weißt du grundsätzlich, welche Speaker zu welchem Amp gehören? - ich könnte dir jetzt nicht konkret sagen, was zu was gehört.. man kennt wohl die Amps, aber es gibt ja zig Tausend Variationen von Speaker-Amp-Verknüpfungen. Hättest du hier einen Tip/eine Seite/etwas hilfreiches?

@Marcus Siepen und @Solyth : Gibt es denn klanglich so gravierende Unterschiede?
Ich habe mir vor Jahren das "Cab-Pack-3-OwnHammer-Studio-Mix-UltraRes-Edition" zugelegt, aber die Anzahl der ganzen IRs erschlägt mich (ehrlich gesagt) ein wenig, weil man - wie Hubi72 sich schon richtig gedacht hatte, vielleicht einfach kein Gefühl für eine sinnvolle Amp-IR-Kombi hat ^^
 

papasoeren

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@Hubi72 Weißt du grundsätzlich, welche Speaker zu welchem Amp gehören? - ich könnte dir jetzt nicht konkret sagen, was zu was gehört.. man kennt wohl die Amps, aber es gibt ja zig Tausend Variationen von Speaker-Amp-Verknüpfungen. Hättest du hier einen Tip/eine Seite/etwas hilfreiches?
Es gibt das hier, ist ganz hilfreich: Yeks Guide
 

Marcus Siepen

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Hallo zusammen und vielen Dank für die zahlreichen Antworten !! Sehr cool von euch !

@Hubi72 Weißt du grundsätzlich, welche Speaker zu welchem Amp gehören? - ich könnte dir jetzt nicht konkret sagen, was zu was gehört.. man kennt wohl die Amps, aber es gibt ja zig Tausend Variationen von Speaker-Amp-Verknüpfungen. Hättest du hier einen Tip/eine Seite/etwas hilfreiches?

@Marcus Siepen und @Solyth : Gibt es denn klanglich so gravierende Unterschiede?
Ich habe mir vor Jahren das "Cab-Pack-3-OwnHammer-Studio-Mix-UltraRes-Edition" zugelegt, aber die Anzahl der ganzen IRs erschlägt mich (ehrlich gesagt) ein wenig, weil man - wie Hubi72 sich schon richtig gedacht hatte, vielleicht einfach kein Gefühl für eine sinnvolle Amp-IR-Kombi hat ^^
Meiner Meinung nach ist die IR extrem wichtig für den gesamten Sound und ja, die Unterschiede sind teilweise erheblich. Ich kenne das Problem, vor einem komplett unübersichtlichen Berg von IRs zu stehen sehr gut, leider gibt es da nur einen Weg: nimm deinen bevorzugten Amp im Axe FX, passe Gain an deine Vorstellungen an, lass den gesamten Rest auf Default und dann geh die ganzen IRs durch. Der Looper kann da sehr hilfreich sein, damit du nicht konstant spielen musst, außerdem eliminiert das den Eigenklang der Gitarre bzw der Saiten. Markier dir die IRs, die dir gut gefallen, alternativ kannst du auch alle, die dir nicht gefallen direkt löschen und leg zwischendurch öfter mal eine Pause ein, unser Gehör ermüdet leider ziemlich schnell. Wenn du so deine Auswahl einschränkst, dann kannst du am nächsten Tag nochmal in Ruhe durch die Kandidaten gehen und hoffentlich die richtige IR für dich finden. Ich weiß, das klingt aufwändig und nach viel Arbeit, ist es auch, aber nur so findest du am Ende die optimale IR für dich. Wer einen besseren Weg kennt kann mich sehr gerne verbessern

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Solyth

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Kann Marcus nur zustimmen-ich mache es genau so. Der Aufwand ist gross, aber wenn man zu Resultaten gekommen ist, haben die wirklich lange Bestand. Ein weiterer Vorteil, man gewinnt Erfahrung in der Einschätzung von IRs und kann als Vergleich für neue immer schnell auch seine Referenzen heranziehen. Noch eine Empfehlung: würde das für clean und highgain Sounds unbedingt getrennt machen!:biggrin:
 

michl_666

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Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Eine Ergänzung noch, Hubi hat's auch schon geschrieben: Die IR, die am Schönsten klingt, ist nicht unbedingt die Beste, da die im Bandkontext teilweise untergehn, je nach Besetzung (Keyboard?) ist das mehr oder weniger gravierend. Das macht es nicht einfacher. Deshalb die Tests auch unbedingt mit Backing Tracks und im Bandkontext durchführen. 😁
 

Hubi72

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Hallo zusammen und vielen Dank für die zahlreichen Antworten !! Sehr cool von euch !

@Hubi72 Weißt du grundsätzlich, welche Speaker zu welchem Amp gehören? - ich könnte dir jetzt nicht konkret sagen, was zu was gehört.. man kennt wohl die Amps, aber es gibt ja zig Tausend Variationen von Speaker-Amp-Verknüpfungen. Hättest du hier einen Tip/eine Seite/etwas hilfreiches?

@Marcus Siepen und @Solyth : Gibt es denn klanglich so gravierende Unterschiede?
Ich habe mir vor Jahren das "Cab-Pack-3-OwnHammer-Studio-Mix-UltraRes-Edition" zugelegt, aber die Anzahl der ganzen IRs erschlägt mich (ehrlich gesagt) ein wenig, weil man - wie Hubi72 sich schon richtig gedacht hatte, vielleicht einfach kein Gefühl für eine sinnvolle Amp-IR-Kombi hat ^^
Es gibt in der Klangwelt keine Grenzen, aber "Soundklassiker" wie Fender Deluxe - Jensen, Plexi Greenback G12 oder GH1230, AC 30 Blue Bulldogs. etc.

Die Studio Mix - hab ich auch einige - klingen nicht so offen und eher bassig und endlose Möglichkeiten. Einzelne Speakercabs vor allem mit Singlemics find ich einfacher zu handeln. Vor allem bei OH hab ich meine subjektive Meinung, daß hier viel technisch "geschossen" wird, aber nicht mit den Ohren - daher viel besser CabIR und Valhall.

Yeks Write ist super, empfiehlt aber immer nur Stockcabs oder hauseigene Cabpacks von ML.

Klappt es inzwischen mit den Lautstärken?
 

Kona34

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Hi Hubi !
Ich bin nun einmal "auf Nummer sicher" gegangen und habe mir das "AustinBuddy-1000DreamRigsfor-MARKII-AXE-FX-Q10" gekauft, alles zurückgesetzt und mir einige der Presets zum Ausprobieren ausgesucht und angeordnet und teste mich jetzt vor/durch, was für mich davon gut funktioniert :) Ich denke, ich werde mir aber in naher Zukunft auch eine vernünftigere Gitarre zulegen, irgendwas in Richtung MusicMan/Gibson, wobei ich die Humbacker aber auch noch splitten können will, um "queenigere Sachen" auch noch einigermaßen gut bringen zu können, die wir im Programm haben ^^
Hast du das Pack evtl. auch und kannst einen guten Solo-Sound empfehlen? Es gibt einige, welche dabei sind, aber die sind mir bislang nicht "breit und sustainig" genug / evtl. muss ich hier etwas nachhelfen ^^
Gruß,
Kona
 

Hubi72

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Wenn es am Sustain mangelt, muß es nicht der Amp sein....es gibt ja auch "tote" Gitarren oder einfach schlecht abgerichtete Bünde oder Halseinstellungen, die den Ton abwürgen.

Und breit machst Du solosounds eher mit Effekten wie Pitchshifter, Delay, Chorus etc. Welcher Solosound soll es denn sein für welche Richtung/Song?

Ich hab das Pack nicht, bastle mir meine Sounds eigentlich immer selber.

Aber ich kann dir mal ein paar von meinen Presets passends für Strat mit Humbucker hochladen.

Queensounds - da bin ich auch immer wieder am basteln, da ich keine original klingende Gitarre dazu haben - mit Steghumbucker zu mittig, mit Stratzwischenstellung zu näselig. schwierig.

Ist denn in den 1000DreamRig-Paket ein Queensound dabei?
 
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