Compressoreinsatz - vor - nach - dem Amp

Hubi72

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Ich weiß nicht mehr wo ich das gesehen habe....

Bisher hatte ich zum anfetten von Gesamtsounds den Optical1 Compressor in der Kette nach Amp -Cab etc gehabt, aber noch vor Reverb und Delay.
War ganz nett, aber eher subtil vom Effekt her (Comp auf 3, Level auf 4).

Zwischen Amp und Cab ist der gleiche Effektblock viel stärker, für Solosachen zu viel schon, aber Rhythmus macht es schön dick ohne den Sound zu verändern.

Kompressoren vor dem verzerrten Amp bringen mir im Axe wenig bis nix - in der realen Welt macht man das schon ? Hatte das früher nie benutzt, nur für cleane Sounds.
 

Andy

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Ich hatte meine Compressoren in der Real-World immer als erstes in der Kette und da hört man den Effekt schon ziemlich gut. Für cleane Sounds aber auch für verzerrte. Irgend so eine Boss-Kiste und später einen 8,5 Zoll dbx. Rack _Compressor. Der dbx war echt geil. Aktuell hab ich keinen mehr. Im AxeFx hatte ich gern mal nen Multiband Comp. hinter dem Cab, um den Ampsims bisserl mehr Punch zu verpassen. Eigentlich komisch da ein Compressor ja eigentlich ein "Gleichmacher" ist. Aber beim Axe macht sich der Multiband ganz gut, hinterm Amp.
 

Hubi72

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Den dbx hatte ich auch, als MicProzessor - im seriellen Loop des Diezels VH4.

Der Multiband kann ganz gehörig den Sound verändern, wenn man einzelne Freuquenzen betont. Den setzt ich bisher nach der Cab ein.

Der Optical klingt neutral.
 

Andy

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Ich hab es noch nie gemacht aber zieht einem so ein normaler Bodentreter Comp hinter dem Amp nicht extrem den Noise-Floor hoch?
 

papasoeren

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Compressor nutze ich eigentlich nur bei Fender-Amps und ähnlichen für cleane Sounds. Verzerrt kommt die Kompression von alleine. Multiband habe ich noch nie probiert, ist aber meiner Meinung nach hinter dem Amp besser aufgehoben, da der ja quasi Mastering-Aufgaben übernehmen kann. Ist meine Meinung, muss nicht stimmen. ;)
 

Hubi72

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Für verzerrte Rhythmussounds, die breit walzend daher kommen sollen, ist es schon geil und macht es auch spielerisch einfacher.
Noisepegel geht eigentlich, wobei ich da eh nicht so viel Zerre fahr.

Der Multiband ist ein Mastereffekt, ohne Zweifel, daher dahinter - allerdings noch vor Modulations und Raumeffekten.
 

Andy

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Ja ist ein wenig Mastering der Multicomp hinterm Amp. Aber ich finde, zumindest beim 2er, ist der nicht verkehrt. Dann klingt es etwas mehr nach einem echten Amp. Muss man ja nicht zu Tode komprimieren aber irgendwie fehlt mir diese Quentchen bei den Ampsims.
 

Marcus Siepen

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Wie nutzt ihr genau den Multicomp? Bis jetzt habe ich den nie verwendet

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Andy

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Ich häng ihn hinter das Cab und bevor dann irgendwelche weiteren Effekte kommen. Leider hab ich keine wirklichen Regeln, wie man das Teil einstellt. Ausser nach "Gehör". Ich hab ihn oft sogar in den Grundeinstellungen gelassen. Ich glaub das hängt aber stark davon ab, was davor so passiert, soundmässig. Ich hab auch schon mal nur den Bassbereich komprimiert und die Mitten und Höhen nahezu unbeeinflusst lassen. Generell versuch ich damit aber keine extremen Verbiegungen zu machen. Ich muss mal suchen, hier hat mal jemand ein paar Tipps dazu gegeben. Das war ganz gut.
 

Hubi72

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Man kann damit schon brutal den Gesamtsound verbiegen. Auch wenn man nur ein Band boostet, verdreht es den ganzen Sound. Ich nutz ihm um zu bassige Sounds auszudünnen und obere Mitten mehr hervorzuheben im Kampf gegen zuviel Keyboardfläche.
 
M

mrgodin

Guest
Wie nutzt ihr genau den Multicomp? Bis jetzt habe ich den nie verwendet

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Eigentlich ist diese Art Compressor dafür gedacht, beim Mastern dafür zu sorgen, dass bestimmte Frequenzbereiche (und somit
die in dem Bereich aktiven Instrumente) dynamisch etwas kontrolliert werden, um das Frequenzbild im Endmix
offener und transparenter zu machen.
Ist also normalerweise eher ein Studio-Gerät.

Daher setze ich das Teil gelegentlich dann ein, wenn ich mich im Zusammanspiel mit anderen Instrumenten
etwas besser an die Frequenzverteilung anpassen möchte.
Du hast pro Block 3 Bänder zur Verfügung, deren Übergangsfrequenzen Du steuern kannst.
Ansonsten die üblichen Standardparameter eines Compressors.

Man kann aber zBsp. auch einen Mix durch das AxeFx mastern und sich solche Tools zunutze machen.
 

Marcus Siepen

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Die Andy Sneap Methode kenne ich, aber mit dem Multicomp im Axe FX habe ich irgendwie nie etwas auch nur ansatzweise brauchbares hinbekommen

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papasoeren

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Ja, mein Sound ist das überhaupt nicht aber sehr anschaulich erklärt. Schön, dass man jetzt im IIIer auch visuell nachvollziehen kann, wie der Compressor arbeitet.
 

Solyth

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Ja, mein Sound ist das überhaupt nicht aber sehr anschaulich erklärt. Schön, dass man jetzt im IIIer auch visuell nachvollziehen kann, wie der Compressor arbeitet.
Die visuelle Komponente ist wirklich extrem hilfreich, weil man sich beim Einstellen solcher Sounds echt gut die Ohren zukleistert. Aber ich find den Sound ganz schön....
 

Andy

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Das muss ich mir mal mit frischen Ohren anhören. Den Unterschied mit und ohne Comp find ich jetzt nicht so besonders stark ausgeprägt. Aber vielleichtt sind meine Ohren dicht. Was mich wundert, ich hab immer gelesen, der Sneap macht das im Bassbereich und nicht in den Mitten?
 

Andy

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Ich find der Sound könnt noch ein Pfund mehr Druck vertragen. ... :)
 
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