db Technologies Flexsys 12 Coax-Monitor Intensiv-Test

funkstation777

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Hi AXE's

wie bereits in einem anderen Thread kurz angekündigt, möchte ich euch ein bißchen von meiner Erfahrung mit der db Flexsys 12 Coax-Monitorbox posten. Nachdem ich mir das Teil vor etwa 2 Woche angeschafft und es bis dato nur
in meinem kleinen 3 x 6 m großen Dichtbeton-Kellerstudio (mit seeeehr bescheidenen Maßnahmen zur Raumakustikverbesserung) als reinen Gitarrenmonitor verwendet hatte (was ich auch weiterhin tue), wurde es Zeit, das Teil mal
auf Herz und Nieren zu checken:

Die Zutaten:
1) Proberaum mit 85 m² Fläche, seeeehr gut klangoptimiert (viele Diffussoren, Absorber, etc...)
2) Ein kompetenter Freund (Produktmanager bei einer legendären österreichischen Firma, die Mikros herstellt ;-)) der weiß, wie man Messung mit entsprechendem Equipment erstellt
3) Viel Zeit
4) Intensive Soundtests mit Konservenbeschallung und Gitarrenquälerei.

Ergebnisse:
1) Verdammt, ist das Teil laut
2) Bässe etwas überbetont
3) bei den Höhen etwas bedeckter
4) Mittenbereich ziemlich akkurat
5) Die Gitarren klingen über das Teil einfach nur legendär (ok, ich schweife ab.....)

Bei den beiden Meßprotokollen (bitte nicht zu überbewerten, das war schließlich ein Proberaum mit hartem Boden und kein reflektionsarmer Raum)
kann man schon sehen, wie die Box vom Grundcharakter her ist - und - wo man sie mit wenigen Kniffen und 2 Parametrischen Eq-Blöcken im AXE hinbekommt.

War ich schon vor der Messung + anschließender Korrektur vom geilen Grundsound der Box beeindruckt (und das auch bei unmenschlichen Lautstärken und 4 m Sicherheitsabstand ;-)
ging nach der Korrektur echt nochmals die Sonne auf!

Für einen Preis um die € 600,- (Thomann u. Klangfarbe nehmen € 585,-) ist dieses Teil wirklich ein Brüller.
Es wird sich der Kollege, der mir mit seinem Fachwissen zur Seite gestanden hat, hoffentlich auch bald einbringen, damit ihr noch eine andere Meinung hören könnt, von jemanden, der
dabei war, dem die Box aber nicht gehört ;-) (der hat schon so ein riesiges JBL-Aktivmonster mit 1000 Watt...)

In diesem Sinne verbleib ich heftigst rockend,

Andy aus Red Bull Country

01 db flexsys on axis - floor.jpg02 db flexsys on axis - floor - with corrective peqs.jpg
 

axefx

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Imposant! Vor allem die beiden Frequenzgrafiken! Dazu eine Frage und eine Bitte:

- Würdest Du den PEQ-Block zum download anbieten? Oder zumindest die exakten Einstellungen dessen mitteilen???

- Wieso habt Ihr nicht mittels TMA-Block eine Sinuswelle aus dem Synth-Block abgeglichen?
Also: TMA Referene: Original-Sinuswelle aus dem Synth-block (20Hz - 20KHz -> Man nehme Voice drei auf SINE, und kopple den Frequency Parameter an einen LFO!)
TMA Local: mit dem Messmikrofon vom Flexsys aufgenommene Sinuswelle aus dem Synthblock -> Matchen. (TMA Time auf PEAK HOLD stellen!)

Dieser so hergestellte EQ-Filter müsste doch dann weitaus perfekter (theoretisch nahezu perfekt linear) die Frequenz begradigen bzw. auf FLAT RESPONSE trimmen?! Wäre das keine Idee?

Aber auch so, nur mit dem PEQ: Beeindruckend - legt man die beiden Kurven nebeneinander!

Toller Test!
 
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funkstation777

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Griaß euch! ("Griaß di" darf man ja nicht mehr sagen ohne Bezahlung, den Wortlaut hat sich ein Bayer schützen lassen ;-)))

In weiser Voraussicht haben wir die beiden EQ-Blöcke auf USB-Stick gespeichert, das hat dann aber laut Mail von meinem Kumpel nicht gefunkt ;-( Aber er hat mir vorgeschlagen, daß wir den Meßtest inkl. EQ-Korrektur dann bei ihm im Garten im Freifeld
wiederholen, da sind dann die Ergebnisse noch besser.

Deine Tonematch-Vorschläge verstehe ich als TMA-Noobie nicht, klingt aber echt interessant, wenn sich der Kumpel von mir hier einbringt, bin ich sicher, daß der das kapiert und auch umsetzen kann.
Mittlerweile glaub icht echt schon, daß ich da was versäume, wenn ich mich nicht schleunigst fürs TM "einlese" ;-)

Schön ist an der Box meiner Meinung nach, daß die eher bedeckten Frequenzanteile (Höhen) viel weniger Energie bei der Korrektur kosten, als die nach unten korregierten Werte im Bassbereich. So hat die Box selbst nach der Korrektur noch extreme
Lautstärke-reserven (zumindest ist das mein subjektiver Höreindruck)

Das Matching des JCM2000 DSL haben wir nach dem Probespielen des Amps einfach bleiben lassen, da der Amp (entgegen meiner scheinbar romantisieren Erinnerung) einfach brutal abgestunken hat im Vergleich zu meinem bestehenden Marshall-BritPre Patch.

Die Kombi Brit Pre - Kalthallen T75 (Neumann U87) gemixt mit Ownhammer Mills K12 (Sennheiser 421) hat über die db flexsys den armen DSL + 1960er Box in jeder Lautstärke sowas von "zum Frühstück verspeist", daß das schon gar nicht mehr nett war. ;-) Das war in etwa so, wie wenn die den Wall-E gegen einen Warhammer Chaos-Marine antanzen lassen ;-) (ok, ein sehr scifi-lastiger Vergleich, aber so hab ich das echt empfunden...)

Wir werden uns die Flexsys sicher nochmals "hernehmen" und sobald da was in Datenform rausschaut, schmeißen wir's natürlich online!!! Die Datei muß dann aber unbedingt unter dem Namen "Stu-fied Sexy Curve" verwendet werden!! (Insiderjoke...)

In diesem Sinne

Andy aus Red Bull Country
 

Friedlieb

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Danke, Andy, für den tollen Test.

Am Ende des ToneMatching-Verfahrens purzelt unten eine IR raus. Eine solche IR bildet den Frequenzgang eines Lautsprechers sehr genau nach. Du kannst sie Dir im Prinzip wie einen Grafik-Equalizer mit 512 Bändern vorstellen. Dadurch kann eine IR auch sehr feine Kanten darstellen oder - wie hier im Vorschlag von Markus - eben ausbügeln.
 

axefx

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Persil wäscht jetzt noch weisser! Ich muss ja mal Friedlieb zur Seite springen: Seit FW8 gibt es ja jetzt den HI-RES Mode im TMA Block. Wählt man diesen hat der Equalizer glaube ich sogar die Vorstellungskraft von 1024 Bändern, damit kann man dann doppelt so dünne "Ritzen" ausbügeln *kicher ... jedenfalls habe ich das so verstanden?! ...
 
F

frizze

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Das müsst ihr mir mal alles beim AxeFest 1:1 erklären, ich nutz das noch garnicht - momentan is das alles noch für mich "Bömmischä Därfah"!


Frizze :)
 

firegarden

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Man sollte vieleicht nicht unerwähnt lassen, dass der Frequenzverlauf nur einen (gar nicht so großen) Teil der hörbaren Qualität einer Box ausmacht.
 

funkstation777

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Stimmt, das ist auch der Grund, wieso ich die Frequenzkorrektur auf 2 unabhängige Para-Eq's so gut finde. Die schalte ich dann einfach auf Bypass, wenn auf einmal der "Bock" bei der Box fehlt. Grundsätzlich sollte eine FRFR natürlich flat sein, aber manchmal muß man die Gesetze der Physik ;-) außer Acht lassen und einfach genießen, wenn das Teil schon so auch fett klingt.

lg
Andy
 

bondoc

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Moin zusammen,
herzlichen Dank an Andy für den für mich sehr interessanten Bericht. Hatte mich bei meinem Lokalen GAS-Dealer nach der RCF NX12SMA erkundigt, da er Monitore in der Preisklasse kaum verkaufen kann hat er mich auf die DB FM12 aufmerksam gemacht, die ich nach diesem Bericht mal ausgiebig testen werde. Nutze derzeit den Atomic 212 am AxeFX Ultra der jedoch trotz der 50 W Röhrenpower in Livesituationen für mein Empfinden zu wenig Lautstärkereserven hat. Weiteres Manko beim Atomic ist die mangelnde Absicherung der Elektrik. Mir ist leider schon ein Ringkerntrafo abgeschmolzen. Zum Glück hat G66 das günstig wieder hinbekommen.
VG
Andreas
 

funkstation777

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Hi Andreas,

gern geschehen! Viel Spaß beim Testen! Nächsten Dienstag abend werden wir die Messungen von nächster Woche widerholen, um dann eine entsprechende EQ-Korrekturkurve als Patch fürs Axe-FX ins Forum zu posten. Das Abspeichern hat letztes Mal leider nicht funktioniert, außerdem hat Markus (axefx) eine interssante Anregung bezgl. TM gepostet, die wir dabei berücksichtigen werden. Solltest du Spaß an der Flexsys haben, gibt's als "Forum-Goodie" dann quasi die Korrekturkurve zum "Saubermachen".

Da wie gesagt, schon die Flexsys meiner Meinung nach über aberwitzige Lautstärkereserven verfügt (selbst mein hörgeschädigter, lautstärkeverwöhnter Bassist ;-) hat die Augen aufgerissen wie ein Pokemon) kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen,
daß jemand eine RCF NX12 (die nicht nur stärker als die Flexsys ist, sondern auch doppelt so schwer und doppelt so teuer) auch im nur im Ansatz "ausreitzen" kann. Oder gibt es hier im Forum NX12-User, die sich regelmäßig die Matte aus 10 m Entfernung trockenföhnen??? ;-)

Viel Spaß beim Testen, und bitte ausführlichen Bericht dann!

lg
Andy aus Red Bull Country
 

axefx

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Da wie gesagt, schon die Flexsys meiner Meinung nach über aberwitzige Lautstärkereserven verfügt (selbst mein hörgeschädigter, lautstärkeverwöhnter Bassist ;-) hat die Augen aufgerissen wie ein Pokemon) kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen,
daß jemand eine RCF NX12 (die nicht nur stärker als die Flexsys ist, sondern auch doppelt so schwer und doppelt so teuer) auch im nur im Ansatz "ausreitzen" kann. Oder gibt es hier im Forum NX12-User, die sich regelmäßig die Matte aus 10 m Entfernung trockenföhnen??? ;-)
Naja, ich glaube nicht, dass die Endlautstärke beider Systeme im Vergleich untereinander ausschlaggebend wären, da sind beide wohl mehr als ausreichend mit Lautstärkereserven ausgestattet. Aber die unterschiedliche (meinetwegen subjektive) Klangqualität dieser beiden Systeme, die technisch sehr vergleichbar sind, aber zwei völlig verschiedene Preispunkte abbilden, würde mich schon mal interessieren ;)


@Andy: Bin gespannt auf eure Ergebnisse beim zweiten "Filterkorrektur"-Anlauf ;)
 

tomstu

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Hi an alle!

Zunächst möchte ich mal sagen, dass ich es super finde, dass es nun auch ein deutschen Axe Forum gibt! Andy hat mir schon viel erzählt und auch schon von einem möglichen Axe Fest berichtet. Echt toll!

Zum Thema: Die neue db Box von Andy finde ich auch sehr gut. Die Entzerrung per PEQ hat sie noch um etliches verbessert. Leider hab ich das Preset nicht vorm Speichern vom Axe zum AxeEdit übertragen. Andy und ich werden diesen Mittwoch bei mir im Garten die Session wiederholen. Das hat den Vorteil, weniger störende Reflexionen vom Raum zu haben. Ich habe vor ein paar Monaten meine JBL PRX612M so entzerrt und das Ergebnis ist super. Ich habe die Korrektur nun bei allen Patches eingebaut und möchte es nicht mehr missen.

Zur Frage, wieso wir das mit PEQs und (noch) nicht mit TMA gemacht haben:

- Ich hebe mir den TMA für die Cabs im Patch-Sound an sich auf
- Modifikationen an er Entzerrungskurve sind leichter umsetzbar (zB macht sich ein Box-bedingter "Schubs" im Bassbereich gut und man möchte ihn vielleicht gerade deshalb nicht entzerren)
- meine bisherigen Erfahrungen mit einer Entzerrung per inverser Faltung bei Studiomonitoren und Kopfhörern waren nicht so überzeugend wie die Entzerrung mit manuell gesetzen Filtern. Das mag auch damit zusammenhängen, dass sich der Amplitudenfrequenzgang bei hohen Frequenzen in Abhängigkeit der Position im Raum aufgrund der geringen Wellenlänge stark verändert. Da macht ein Ausbügeln der Kurve nur bedingt Sinn. Hier müßte man auf mehreren Positionen im Raum messen und dann mitteln, was doch einen gewissen Mehraufwand bedeutet.

Mal sehen, wie wir am Mi vorankommen, vielleicht machen wir ja noch eine Entzerrung per TMA.

lg,
Stu
 

axefx

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Ich hebe mir den TMA für die Cabs im Patch-Sound an sich auf
Man kann die Filterkurve des TMAs als CAB IR abspeichern bzw. auslagern, somit wird der TMA Block wieder frei. Ist bekannt?

- Modifikationen an er Entzerrungskurve sind leichter umsetzbar (zB macht sich ein Box-bedingter "Schubs" im Bassbereich gut und man möchte ihn vielleicht gerade deshalb nicht entzerren)
- meine bisherigen Erfahrungen mit einer Entzerrung per inverser Faltung bei Studiomonitoren und Kopfhörern waren nicht so überzeugend wie die Entzerrung mit manuell gesetzen Filtern. Das mag auch damit zusammenhängen, dass sich der Amplitudenfrequenzgang bei hohen Frequenzen in Abhängigkeit der Position im Raum aufgrund der geringen Wellenlänge stark verändert. Da macht ein Ausbügeln der Kurve nur bedingt Sinn. Hier müßte man auf mehreren Positionen im Raum messen und dann mitteln, was doch einen gewissen Mehraufwand bedeutet.
Mal sehen, wie wir am Mi vorankommen, vielleicht machen wir ja noch eine Entzerrung per TMA.
Geil! Jemand vom Fach (auch wenn ich wahrscheinlich in diesem Absatz fast nur "Bahnhof" verstanden habe :rolleyes: ).

Trotzdem: Kann ich die Aussage
Das mag auch damit zusammenhängen, dass sich der Amplitudenfrequenzgang bei hohen Frequenzen in Abhängigkeit der Position im Raum aufgrund der geringen Wellenlänge stark verändert.
so verstehen, dass die theoretisch hergestellte Linearität der Box durch Faltungskorrektur praktisch nur da existent ist, wo das (theoretisch lineare Mess-)mikrofon die "Daten" zur Faltungsherstellung aufgenommen hat? Und wenn ja, würde das aber nicht umgekehrt heissen, das es natürlich keine praktische, lineare Wiedergabe gibt(von keinem System der Welt), sondern diese immer von einer bestimmten Abhörposition abhängt? Sprich, dies der Grund ist, wieso man sich um Raumakustik kümmert?!

Und bezüglich im Garten messen: Dadurch minimierte bis ausgeschlossene Raumreflexionen sind besser, als Gartengeräusche im Hintergrund wie Vogelzwitschern, die das Messergebnis verzerren könnten?

Trotzdem: Ich würde mich freuen, wenn ihr das auch mal mit Faltung (TMA Block) versucht, ich würde zu gerne wissen, wie dann die Messkurve im Vergleich zum PEQ aussieht. (Hoffe Ihr veröffentlicht die Ergebnisse für andere Flexsys 12er Nutzer!)

Geil!

PS.: Du hast davon gesprochen auch Kopfhörer durch inverse Faltung frequenzlinearer zu gestalten. Wie würde ich das machen müssen? Messmikrofon direkt an die Hörermuschel (von meinem AKG K271S :p ) setzen und ne Sinuswelle durchjagen?
 
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Friedlieb

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Das ist vermutlich auch einer der Aspekte, den firegarden hier angesprochen hat: Jede Box hat eine gewisse Direktivität. Bei einer in dieser Hinsicht richtig guten Box (also: mit einer sehr geringen Direktivität) kannst Du vor ihr auf und ab gehen und sie klingt fast überall gleich. Bei Gitarrenboxen ist im Gegensatz dazu der Klang je Hörposition extrem unterschiedlich. Genau in der Mitte ist eine furchtbare Schneise mit extremen Höhen, weshalb es ja sowas wie Beam Blocker etc. gibt.

Per EQ optimieren kannst Du das nur bei Boxen, die dem gewünschten Ergebnis schon nahe kommen. Cliff Chase hat vor ein paar Tagen was dazu geschrieben. Und selbst dann gilt die Optimierung nur für einen einzigen Punkt im Raum.
 

funkstation777

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Ja, liebe Leute - das ist jemand vom Fach!!!

Ich begrüße hier mal offiziell den Thomas (Stu) und vielleicht geht sichs aus und ich nehm den Stu dann natürlich mit aufs AXE-FEST !!!

Schönen Abend noch

Andy aus Red Bull Stratos Country YEPPPPP FELIX DID IT !!!!!!!!
 

tomstu

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Man kann die Filterkurve des TMAs als CAB IR abspeichern bzw. auslagern, somit wird der TMA Block wieder frei. Ist bekannt?
Ja, klar.

Trotzdem: Kann ich die Aussage so verstehen, dass die theoretisch hergestellte Linearität der Box durch Faltungskorrektur praktisch nur da existent ist, wo das (theoretisch lineare Mess-)mikrofon die "Daten" zur Faltungsherstellung aufgenommen hat?
Ja, egal um man faltet oder per EQ entzerrt.

Und wenn ja, würde das aber nicht umgekehrt heissen, das es natürlich keine praktische, lineare Wiedergabe gibt(von keinem System der Welt), sondern diese immer von einer bestimmten Abhörposition abhängt? Sprich, dies der Grund ist, wieso man sich um Raumakustik kümmert?!
Ja, je besser der Raum, desto weniger Abhängigkeit von der Position.

Und bezüglich im Garten messen: Dadurch minimierte bis ausgeschlossene Raumreflexionen sind besser, als Gartengeräusche im Hintergrund wie Vogelzwitschern, die das Messergebnis verzerren könnten?
Im Garten kann man dafür sorgen, dass man zu schallreflektierenden Gegenständen wie Mauern oder Inneneinrichtung ausreichend Abstand hat und somit bessere Ergebnisse erreicht. Man hat nur die Reflexion vom Boden, die Andy und ich haben wollen. Man muss für ausreichend Signal-Rausch-Abstand sorgen. Da gibt es sicher jede Menge lustiger Ideen, die jetzt den Rahmen sprengen würden.

Trotzdem: Ich würde mich freuen, wenn ihr das auch mal mit Faltung (TMA Block) versucht, ich würde zu gerne wissen, wie dann die Messkurve im Vergleich zum PEQ aussieht.
Ja, wenn noch Zeit ist. Ich bin beruflich leider sehr eingespannt. Die Korrektur per Faltung hat halt auch den Nachteil, dass die den mechanisch bedingten Tiefenabfall und auch breite, tiefen Einbrüche im FG entzerrt, was in der Praxis nicht unbedigt erwünscht ist, da es den THD (Klirrfaktor) vom Speaker und Poweramp unnötig in die Höhe treiben kann. Das muß man wiederum manuell korrigieren.

PS.: Du hast davon gesprochen auch Kopfhörer durch inverse Faltung frequenzlinearer zu gestalten. Wie würde ich das machen müssen? Messmikrofon direkt an die Hörermuschel (von meinem AKG K271S :p ) setzen und ne Sinuswelle durchjagen?
Tja, das klingt ja eigentlich ganz einfach, ist es aber nicht. Man kann zB eine ca. 2 mm kleine Sonde nahe ans Trommelfell setzen und dann feststellen, dass unser Ohr generell bei ca. 2kHz eine mächtige Überhöhung hat, die man dann erst wieder Entzerren muss, was aber von der Ohrgeometrie abhängt. Oder zB mit einem sogenannten künstlichen Ohr arbeiten, wobei alle am Markt befindlichen sehr kostspielig und für diesen Zweck unzureichend sind oder eines entwickeln. Oder zB mit einigem Aufwand in einem diffusen Schallfeld subjektiv mit Terzbandrauschen im A/B-Vergleich einpegeln. Aber wir kommen vom Thema ab ;) Bleiben wir doch mal bei Monitoren.
 

axefx

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Keine weitere Fragen, euer Ehren :) Geil! Danke! Wäre schön Dich auf einem Amp-Fest mal anzutreffen! Da könnten wir viel Lernen!
 

funkstation777

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Bin leider nicht fit im Moment und es ist schei..ekalt heute in Red Bull Country. Muß deshalb die Freifeldentzerrung mit meinem Kumpel Stu auf nächste Woche verschieben. Korrekturkurven bzw. TM-Ergebnisse + Erfahrungsbericht folgen aber dann auch wie versprochen!

lg Andy aus Red Bull Country
 

bondoc

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Hallo Andy,
wünsche Dir gute Besserung. War schon gespannt auf Deinen heutigen Erfahrungsbericht und muss nun lesen das Fearless Felix die kalte Luft aus der Strat(osphäre) in euer Sonnenverwöhntes Land eingeschleppt hat. Werde die Anspannung und Vorfreude dann mal noch eine Woche aufrecht erhalten.
LG Andreas
 

funkstation777

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Yo, a so a Lauser, der Felix !!! ;-))

Wird so schnell wie möglich nachgeholt - versprochen!

lg Andy aus Red Bull Country
 
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