Komische Artefakte nach Saitendämpfen

Heinzi

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Moin Jungs,

habt ihr auch das Phänomen, dass bei manchen Vox oder Fenderamps nach einen gedämpften Akkord ein komisches Brizzeln und Crackling zu hören ist?
Mir ist aufgefallen, dass das nur bei Humbuckergitarren zu hören ist und dann entsteht, wenn die Saiten zu nahe an die Pickups kommen, ohne die zu berühren.

Ich habs auch im FAS Forum geschrieben, hab aber von Cliff nur die lakonische Antwort bekommen "That's what those amps do. Stop over-analyzing and make some music." (klar, das gibt bei den Foren thumbs up) In Anbetracht der Tatsachen, dass ich in den letzten zwei Wochen zwei Alben mit dem Axe Fx eingespielt habe und treuester Kunde seit der 1er Generation bin, habe ich mir für den dämlichen Spruch ernsthaft überlegt für immer auf den Kemper umzusteigen;)
Cliff hat dann später ergänzt, dass das durch einen low frequency pulse entsteht, den die Magnete einfangen...

Anyway - kennt das jemand und hat ne Lösung?
Danke euch!
 

axifist

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Also, diesen Spruch als Entscheidungsgrundlage zu verwenden, welches Equipment für dich das beste ist, fänd ich sehr schade und definitiv unter deinem Niveau. Wenn das größte Arschloch den geilsten Modeler baut, sollte man ihn benutzen, wenn man Qualität schätzt.

Ich hab deinen Thread auch gesehen und fand Cliffs Post auch nicht gerade dienlich. Klar, wenn Vöxe und Fenders tatsächlich so klingen, dann spricht das ja für die Qualität seines Modelers. Der zweite Schritt fehlt mir aber in seiner Antwort: Er kennt wie kein anderer all die Amps UND seine Implementierung davon. Wenn dir also jemand helfen kann, diese Artefakte gezielt rauszudrehen, dann er. Aber da wirst du leider keine Hilfe bekommen.

Ich kann dir leider überhaupt nicht helfen. Passiert das auch bei Amps anderer Hersteller, mit beispielsweise ganz weit zurückgedrehtem Gain bei einem Higain-Amp? Dann liegt es wohl echt an der Gitarre und du solltest da ansetzen. Falls nicht, dann erzeugt das der Amp.
Also das wären meine ersten logischen Schritte bei einem solchen Problem... Gibt sicher bessere.

edit: Vielleicht lasse ich mich drüben im Forum auch mal darüber aus, mal schauen :biggrin:
 

Heinzi

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Ja das ist tatsächlich das Ampmodell. Selbst wenn ich die Saite nicht anschlage und nur leicht über den PUs nach unten drücke entsteht das ge-cräckle, was auch für Cliffs Erklärung spricht.
Das ist bei all meinen Humbucker - Gitarren, v.a. im Stegbereich, bei z.B. Marshallamps jedoch überhaupt nicht, kann sein dass manche Amps diese Übertragung da mehr unterstützen. Drehe ich das Gain höher wird der Crackle auch lauter - das müssten aber alle User haben und da muss man ja wohl mal fragen dürfen- drum fand ich seinen Satz gelinde gesagt eine Unverschämtheit- der hat hier keinen Anfänger vor sich, der noch nie Musik gemacht hat:)
 

Andy

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Ich mein ich hab gerade ein Deja-Vu-Erlebnis. Hat das nicht vor einigen Jahren schon mal wer geschrieben?
Da hatte Cliff ähnlich "sauer" drauf reagiert und gab eine ähnlich Antwort. Solche Aussagen (also nicht die techn. Erklärung, sondern die andere) haben bei mir auch dazu geführt, dass er auf meiner Freundesliste weit unten steht, bzw. dort gar nicht auftaucht. Naja, aber manchmal ist er wohl so.

Ich hab mein Axe für ein paar Tage zuhause und kann das heut Abend gern mal probieren. Da ich Vox oder Fender so gut wie nie nutze, kann ich nicht viel dazu sagen. Wär mal interessant, was jemand dazu sagt, der so ein Kiste "in echt" daheim stehen hat. Bei einem AxeFest hab ich da mal paar gesehen, d.h. es müsste Forenmitglieder geben, die solche Fabrikate haben oder zumindest hatten.

Edit: ich kann es beim IIer probiern. Ein IIIer hab ich ja gar nicht :) Sorry, zu spät gesehen...
 

aalrh

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Die Arroganz der Amis kommt hier mal wieder zum Vorschein. Mit ein Grund, sich mit dem Ami-Forum nicht zu beschäftigen.
Hilft Dir nun aber nicht bei Deinem "Problem".:topic:
 

Solyth

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Hab grad mal probiert, passiert bei meinem IIIer auch, allerdings nur, wenn ich die Saiten so tief runterdrücke, dass sie kurz davor sind, die Polepieces zu berühren. Bei der verwendeten Gitarre (PU´s Original und in Werkseinstellung belassen) muss ich mich beim Spielen aber echt anstrengen, um die Saiten so tief runter zu drücken und wenn ich dies tue, sind palmmutes definitv verstimmt.
Noise Gate hab ich noch probiert-hilft aber nicht.
Aus meiner Sicht einziger Ansatz: Pickups etwas runterdrehen!
Könnte mir vorstellen, dass die Ursache eine nachträgliche Optimierung der Saitenlage nach unten ist, ohne dass die Pickups nachjustiert wurden.

PS den Kommentar zu Heinzis Frage fand ich komplett indiskutabel.-und so unnötig........
 

Heinzi

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Cool danke!
Das beruhigt mich, dass das nicht nur mir so geht. Ich bilde mir ein, dass ein Low Cut im Amp das Ganze etwas abschwächt.
PUs hatte ich auch schon runtergeschraubt, das wurde zwar etwas besser, aber ums ganz wegzubekommen müsste ich wirklich verdammt weit weg.

Ist ja löblich, dass Cliff das genauso gemacht wie im Original - auf der anderen Seite hat er das AXE FX aber auch nicht 30kg schwer gemacht nur weil ein original Vox soviel wiegt -cause that´s what the real amp does:))))
 

Solyth

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Ist ja löblich, dass Cliff das genauso gemacht wie im Original - auf der anderen Seite hat er das AXE FX aber auch nicht 30kg schwer gemacht nur weil ein original Vox soviel wiegt -cause that´s what the real amp does:))))
Ja, und es riecht auch nicht so.....ham wir ein Glück wenn ich an den Guyatone der Mentors denke, den Lemmy mal vollgep.... hat:bounce:
 

papasoeren

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... Wär mal interessant, was jemand dazu sagt, der so ein Kiste "in echt" daheim stehen hat. Bei einem AxeFest hab ich da mal paar gesehen, d.h. es müsste Forenmitglieder geben, die solche Fabrikate haben oder zumindest hatten. ...
Ja, @j.p. spielt Vox- und Fender-Amps, wenn er sie noch hat.
 
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mrgodin

Guest
Cool danke!
Das beruhigt mich, dass das nicht nur mir so geht. Ich bilde mir ein, dass ein Low Cut im Amp das Ganze etwas abschwächt.
PUs hatte ich auch schon runtergeschraubt, das wurde zwar etwas besser, aber ums ganz wegzubekommen müsste ich wirklich verdammt weit weg.

Ist ja löblich, dass Cliff das genauso gemacht wie im Original - auf der anderen Seite hat er das AXE FX aber auch nicht 30kg schwer gemacht nur weil ein original Vox soviel wiegt -cause that´s what the real amp does:))))
Habe gerade mal drüben gelesen.
Die Antworten sind in der Tat zT. regelrecht dumm.

Abgesehen davon, dass ich auch so meine Probleme mit Cliffs Art vom Humor bzw. Überheblichkeit habe, schreibt er zunächst,
dass es das ist, was diese Amps nunmal so machen, sowie den recht unfreundlichen, albernen Rest;
Danach schreibt er, dass es damit zu tun hat, dass die Saite/n zu dicht an den Polepieces resp. Magneten sind
und es hierdurch zu einem niederfrequenten Impuls kommt.

Letzteres hat abgesehen davon, dass der eine oder andere Amp diese Schwingungen vielleicht ein wenig stärker weiterverarbeitet,
nichts mit dem Amp selbst zu tun ... ???
Zumindest sieht es den Amp nicht als Trigger des Problems.
Entweder hüh oder hott ...

Chris' Kommentar ist aber auch nicht viel besser.
Der hat gelegentlich auch eine recht süffisante Art drauf, die einen auf die Palme bringen kann.

Hast Du schonmal überprüft, ob sich der Effekt verändert, wenn Du die Saite so herunterdrückst,
dass Du sie selbst mit Deinem Körper nicht berührst?
Also möglichst gut isoliert.

Es könnte ja auch sein, dass Du mit Deinem Körper als Antenne für niederfrequente Schwingungen fungierst
(oder die Gitarre, wie so oft), die von irgendeinem Objekt im Raum abgegeben werden.

Wenn Du die Saite dann in die Nähe der Magnete bringst und sie (Saite) zugleich berührst, induzierst Du diese Schwingungen
ggf. auf Spule und Magnete, was zu einem entsprechend schwingenden Magnetfeld führen würde.
Das ist zwar schwach, wird aber dann entsprechend verstärkt.
Da der Humbucker eine etwas höhere Leistung abgibt, als ein Single-Coil, hört man diesen Effekt entsprechend deutlicher.

Wäre mal ein Ansatz; Ohne Gewähr.
 
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Andy

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Ich hab mal spasseshalber am IIer probiert. Da ist mir nur bei einem Vox, etwas in der Art aufgefallen. Irgend einer der "Hot" mit im Namen trägt. Aber wirklich nur gering.

Eine andere Frage, tritt es auch bei anderen Cabs auf? Also wechselst du nur den Amp und lässt den Speaker gleich oder kommen auch andere Speaker zum Einsatz.

Beim IIer hatte ich lange Zeit den Eindruck, dass die Cabsimulation zum Schwingen neigt. Sprich der Algorithmus. Das hängt wohl mit der Implementierung zusammen. Viele Algorithmen (gerade bei Filern) kann man rekursiv und nicht-rekursiv implementieren. Rekursiv spart Ressourcen hat aber die Tendenz zum Schwingen. Ob es dann wirklich schwingt, hängt (auch) vom Eingangssignal ab. Bei Palm-Mutes hatte ich da lange Zeit immer so ein Uuuumpf hinterher. Irgendwo in den tiefen Mitten oder gar im Bassbereich. Bei nem echten Amp kann ich es aber ;) Deshalb wäre es mal interessant einen echten Vox oder Fender zum Vergleich zu haben.
 
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mrgodin

Guest
@Heinzi
Hallo Haiko;

Habe gerade mal getestet.

Gibson LP mit Burstbucker Humbucker.
Nur Steg-PU on.
Alle Regler (Vol & Tone) komplett offen.
Via Sender in Peterson Strobo Rack.
Von dort direkt in's AxeFx II MKII.
Zwischen dem Ausgang des Peterson und dem AxeFx-In ist ein Palmer PLI-01 geschaltet.
Grund; Hier zuhause sitze ich direkt vor meinem Mac am Arbeitsplatz; alle Geräte um mich herum.
Die Palmer filtert mir alle Störsignale heraus; insbesondere die des Mac-Monitors vor mir.
Kopfhörer am AxeFx-Phones-Out.
Output-Levels 1 auf Maximum.

Sowohl wenn ich eine beliebige Saite mit den Fingern auf die Polepieces drücke bzw. sie ganz dicht davor halte,
als auch mit einer Isolierung zwischen Fingern und Saite, höre ich keinerlei hoch- oder niederfrequente Signale.
Stille bzw. ein Restrauschen, welches sich am absoluten Minimallevel bewegt.
Getestet wurden diverse Fender-Amps.

Was man natürlich hört sind die Geräusche, die ggf. durch den "Aufschlag" der Saite auf die Polepieces verursacht werden.
Da muss man dann sehr behutsam sein.
Ansonsten muss ich Entwarnung geben.
 

Andy

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Dreh mal probeweise bei den Voxen in der Endstufe neg. Feedback rein. Ist jetzt aber eher ein Verdacht. Müsste eigentlich auf "0" stehen.
 
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mrgodin

Guest
Danke Dir!
Ja bei Fender war das Problem nicht so krass - eher bei den vöxen..
Ne Isobox wäre natürlich auch ein Versuch wert!
Vox kann ich auch mal testen.
Hatte ich jetzt nicht berücksichtigt.
Und, obwohl ich persönlich die Ursache nicht unbedingt beim Axe verorten würde,
kann es natürlich sein, dass das IIIer gegenüber dem IIer diesen Effekt deutlicher hörbar macht.
Waren Deine Amp-Blöcke denn im Default-Zustand hinsichtlich der Parameter?
 

Hubi72

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Ob es bei einem echten Amp so ist, kann nur der Amptest beweisen.

Ist das mit dem puren Amp so im Axe oder mit nem Drive davor, die Gitarre empfindlicher macht (Treble Boost)?

Generell hab ich mit Humbuckern über Fender/Vöxe mit viel Zerre einen Schei...sound, das geht am besten mit Singlecoils. Ist aber meine persönliche Erfahrung. Das matscht und brizzelt ungemein und setzt sich nicht durch mit Humbuckern.
 

Hubi72

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Dreh mal probeweise bei den Voxen in der Endstufe neg. Feedback rein. Ist jetzt aber eher ein Verdacht. Müsste eigentlich auf "0" stehen.
Feedback beim Vox reindrehen macht es eher klarer, direkter - der digitale Geheimtrick.
 

papasoeren

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Feedback beim Vox reindrehen macht es eher klarer, direkter - der digitale Geheimtrick.

*grins* Ja, weil dann aus dem Hi-Cut-Regler eine Presence-Regler wird, wenn ich mich recht erinnere? Muss mal mein Gerät auspacken und anschließen zum Ausprobieren. Aber ich glaube, das war so.
 
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mrgodin

Guest
Danke Dir!
Ja bei Fender war das Problem nicht so krass - eher bei den vöxen..
Ne Isobox wäre natürlich auch ein Versuch wert!
Hallo Haiko;

Habe gerade mal einen VOX, Vox AC-30 HW (Hot/Cool Switch in Position Hot), getestet.
Alle Parameter default, bis auf Input Drive = 8.20.
Ansonsten identisches Szenario wie oben beschrieben.
Und den Block Level-Parameter höher gedreht, um auch noch das leiseste Geräusch hören zu können.

Mit eingeschalteten Rechner und zunehmender Nähe werden die hochfrequenten Störgeräusche natürlich etwas lauter.
Relativ zu der eingestellten Abhörlautstärke aber leise und bei normalem Level fast unhörbar (PLI-01!).

Danach Rechner aus;
Das einzige, was zu hören ist, ist ein leises Sirren, ähnlich dem, was man unter einer 380.000 Volt Hochspannungsleitung hört.
Das ist Netzfrequenz-Einstreuung.
Aber ganz leise bei max. Abhör-Volume.
Und nun kommt es;

Der Saitentest fällt komplett negativ aus!
Gleiches Ergebnis, wie zuvor!
Kein Brizzeln oder etwas ähnliches, was explizit durch die Annäherung Saite-Polepiece zustande käme.
Einzig die üblichen Geräusche, wenn die Saite den Magneten berührt.
 

Heinzi

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Danke, ok, dann probier ich mal die Iso Box !

Ist halt wieder ein Trafo wo das Signal durchmuss....das sollte eigentlich auch ohne gehen.
Ist bei mir wie gesagt mit jeder Humbuckergitarre und auch überall, mit oder ohne Rechner.
Im Amiforum scheint das Problem kein Einzefall zu sein, aber wie gesagt ich kann mich damit arrangieren. Dass die Moderatoren beim FAS Forum keine bessere Lösung anbieten als die genannte ist schon krass finde ich:))) Man hat ja fast das Gefühl, dass es blasphemisch ist, so etwas auch nur zu erwähnen:)
 
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