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Lautstärke: Master und Drive im Class-A

Macky7tyseven

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#1
Wenn ich bei einem Vox-Modell den Master auf 10 habe und den Drive um 2 Punkte hochschraube, muss ich dann den Level um 2 Punkte zurück nehmen, damit die Lautstärke gleich bleibt? Oder anders gefragt: korrelieren Drive und Level linear in punkto Lautstärke?

Ich frage, weil ich morgen einen Gig habe und es vorher selber nicht mehr ausprobieren kann. Ich möchte den Amp etwas mehr zum Breakup Punkt bringen, ohne dass es lauter wird ...
 

axifist

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#2
Das kann man mit Sicherheit so nicht verallgemeinern! Kann sein, dass das bei cleanen Amps so passt, das wäre dann aber purer Zufall.

Cliff wurde schon oft gebeten, einen Regler zu implementieren, der Master und Level so regelt, dass sich die Lautstärke nicht ändert, z. B. wenn man das Master zurücknimmt muss man ja via Level nachregeln, um keine Lautstärke zu verlieren. Cliff sagte aber (zurecht), dass das unmöglich ist, weil das von zu vielen Faktoren abhängt. Zwischen Drive und Level ist der Zusammenhang ja NOCH komplizierter, spätestens sobald der Amp anfängt zu zerren ist es absolut endgültig vorbei mit irgendwelchen Linearitäten oder einfachen Zusammenhängen.

Mein Tipp: Lass es so, wie es ist :oberlehrer:
 

Andy

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#4
Da ich den Vox eher im Bereich überdrehten Clean-Amp ansiedeln würde, geh ich davon aus, dass die Erhöhung von Drive auch eine Erhöhung der Lautstärke nach sich zieht. Auch wirklich messbar am Pegel. Linear mit dem Master ist das aber sicherlich auf keinen Fall. Selbst bei High-Gain Amps kann ein wenig am Drive die empfundene Lautstärke ggf. ein wenig erhöhen oder verändern. Selbst wenn dort so komprimmiert wird, dass es keine Pegeländerung nach sich zieht. Das ist dann eher Psychoakustik, d.h. die empfundene Lautstärke ändert sich.
 

Andy

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#6
:biggrin::kaffeesabber:
 

Macky7tyseven

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#7
Habs dann vor dem Gig doch noch geändert ... :eekish:
Genau, Erhöhung des Drive macht wirklich lauter, und eben nicht linear mit dem Level. Mann muss mit dem Ohr einstellen, was Punkto Lautstärke gar nicht so einfach ist. Danke Euch.
 

mrgodin

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#8
Habs dann vor dem Gig doch noch geändert ... :eekish:
Genau, Erhöhung des Drive macht wirklich lauter, und eben nicht linear mit dem Level. Mann muss mit dem Ohr einstellen, was Punkto Lautstärke gar nicht so einfach ist. Danke Euch.
Warum verwendest Du nicht das VU-Meter im Axe?
Damit kannste den Pegel ziemlich gut wieder auf den alten Wert anpassen,
wenn Du Gain o.ä. Parameter verändert hast.
Ausserdem kann man FreeOrbanLoudnessMeter als separate App sehr gut für
solche Zwecke einsetzen.
Einzig beim Finishing des Pegels muss man ggf. noch etwas per Ohr nachregeln,
da sich bestimmte Arten von Sound im Bandkontext unterschiedlich gut durchsetzen.
Wenn man zBsp. mehr Gain einsetzt, ergibt sich oft diese Situation,
da der "cleanere" Sound vorher ggf. besser in's gesamte Frequenzbild passte.
 

axifist

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#10
Schau, dass du bei allen Presets, bei allen Sounds den VU-Meter bei 0dB hast. Dann kannst du dir sehr sicher sein, dass nur noch minimale Anpassungen nötig sind.

Außer natürlich wenn du für nen Solo-Sound mehr Lautstärke geben möchtest oder für nen ganz ruhigen Part einen leiseren Sound möchtest. Dann funktioniert das nicht mehr! Aber bei mir ist das auf +-1dB genau richtig, also eine super gut funktionierende Referenz!

Du kommst da dran über Utility, dann ein paar mal nach rechts klicken.

Und klar, Manual lesen ist immer gut :thumpsup:
 

Hanne

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#11
Klingt spannend - VU-Meter im Axe ... noch nie gehört. Kann ich damit die Lautstärken von 20 Presets angleichen? Wie macht man das? Read the fucking Manual? :))
Hätte ich Dir zeigen können! Du fragst aber auch nicht ...


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mrgodin

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#12
Klingt spannend - VU-Meter im Axe ... noch nie gehört. Kann ich damit die Lautstärken von 20 Presets angleichen? Wie macht man das? Read the fucking Manual? :))
Biste klar gekommen?
Oder gibt es noch Fragen?

Bezüglich der von mir rot markierten Frage;
Ja, kannste. Wenn es sein muss auch 120 ;-)
Aber nicht gleichzeitig.

Zum VU-Meter geht's hier lang: UTILITY > Register VU
Da siehst Du 2 Stereo-Meter für Out-Level 1 & 2.
Unten links siehste 2 Parameter;
Das sind die beiden Block-Level der beiden möglichen Amp-Blöcke.
Block-Level meint den Output-Level-Parameter im Geräte-Menü (Edit-Modus im Display) bzw. analog Level im Editor Mixer-Menübereich
(rechts von den Parametern)
.
Mit den beiden Reglern A & B am Gerät kann man hier schnell mal die jeweiligen Level-Parameter des aktuellen Presets anpassen.

Die beiden Parameter rechts davon zeigen Dir die Reglerpositionen Output Levels der Regler am Gerät in %-Darstellung an.
Es handelt sich hier um die beiden Regler links der Eingangs-/Ausgangsbuchsen vorne.

Ich mache das immer folgendermaßen:

1. Scene 1 wählen.
2. Alle Parameter eines Amp-Blocks einstellen, bis der Sound passt. Achtung! X und Y-Settings des Blocks separat bearbeiten!
3. Den Regler (im Editor) Mixer/Level (rechts der Parameter) so einstellen, dass man auf dem VU-Meter bei ca. 0 dB liegt,
wenn man die Saiten relativ kräftig anschlägt.
Ich nehme die Leersaiten; man kann aber auch 2 oder 3 Harmonien in den tiefen, mittleren und oberen Lagen greifen,
da man ggf. in den oberen Lagen einen etwas höheren Pegel verursacht.
Man sollte dann aber eine einheitliche Vorgehensweise beibehalten.
4. Den Output-Block im Editor wählen. Dort den Scene-Tab wählen.
Dort kann man den Main-Output für jede Szene separat einstellen.
Da wir Scene 1 ja bereits fertig eingestellt haben, geht man nun her und passt alle weiteren Scene-Main-Levels
so an, dass auch diese einen Pegel von 0 dB ergeben (+/- mit etwas Schwankungen versteht sich).
0 dB stellt einen guten Kompromiss zwischen ausreichendem Signal/Rauschabstand und genügend Headroom, also
Dynamikreserve, nach oben dar.

Am Gerät geht man in die Grid-Darstellung, wählt ganz rechts den Output-Block, drückt die Edit-Taste.
Dan ist man in einem Menü, welches oben die aktuelle Scene anzeigt und rechts den zugehörigen Main-Output-Level
Parameterregler.
Mit dem Quick-Control-Regler A am Gerät kannste dann die Scenes wählen und mit dem Main-Regler im Display
den gewünschten Wert einstellen.
Leider muss man hierbei immer zwischen den Menüs Utility & Edit umschalten.

Das war es auch schon.
So kann man alle Scenes und Presets erstmal auf einen generell gleichen Ausgangspegel einstellen.
Manuelle Anpassungen wie bereits beschrieben können immer dann noch erforderlich sein,
wenn der Sound trotz identischer Pegel nicht recht durchsetzungsfähig sein sollte,

Ich arbeite mit dem Tool hier:
https://www.orban.com/meter

Settings wie folgt:
Orban Loudness Meter 2.9.6-Settings - VU Gain ist zur Synchronisation mit AxeFx-VU-Meter kalib...png


Orban Loudness Meter-Display 2.9.6.png

Die Einstellungen für den Parameter VU sind hier wichtig.
Abgelesen wird bei den Meters analog VU, 3. Skala von unten.
Bei der Einstellung bekommt man eine Anzeige der Werte, die ziemlich exakt zu den VU-Werten im Gerät passen.
Der Vorteil der App ist, dass sie eine Spitzenwertanzeige in den Skalen hat.
Das erleichtert das Ablesen der jeweils erreichten Maximalwerte deutlich.
Das Gerät (Axe) bietet diese Möglichkeit leider nicht.

Noch etwas zu den Parameterunterschieden.
Die Parameter Drive, Master etc. in dem Register Parameters im Editor sind Bestandteile des Amp-Modeling-Verfahrens!
D.h. sie stehen zum einen teilweise in Wechselwirkung miteinander und zum anderen nehmen sie im Rahmen des Modelings Einfluss auf
das Aussehen des Ergebnissignals, welches sich, ausgehend vom Gitarrensignal im Amp-Block, durch die Verarbeitung ergibt.

Stelle Dir ein Korrdinatensystem mit einer Sinus-Schwingung vor.
Sie besteht aus 2 Halbwellen, einer positiven und einer negativen.
Startpunkt auf der Y-Achse ist 0.
Startpunkt auf der X-Achse ist ebenfals 0.
Maximum der beiden Halbwellen ist jeweils 1 bzw. -1 auf der Y-Achse.

Die X-Achse ist die Zeitachse.
Die Y-Achse ist die Amplitudenachse; also der Signalpegel.

Folgender Prozess ...

Die Parameter Drive, Master etc. in dem Register Parameters im Editor sind Bestandteile des Amp-Modeling-Verfahrens!

verändert ggf. das Aussehen der Kurve.
Verzerrt sie zBsp., nähert sie sich dem Aussehen einer Rechteck-Welle.
Aber sie kann sich auch noch deutlich anders in ihrer Form ändern ...
Auch die Amplitude kann sich zBsp. ändern.
Ich erhöhe den Drive-Parameter, und der Ausschlag geht hoch bis auf sagen wir 1.6 auf der Y-Achse.
Aber ...
der Startpunkt auf der (Pegel)Y-Achse bleibt 0!


Der Output-Blocklevel-Parameter des Amp-Blocks hingegen hat keinerlei Auswirkungen auf die Form der Kurve!
Er greift nicht in das Modeling eines virtuellen Amps ein!
Dieser Parameter bewirkt, dass sich die ganze Kurve auf der Y-Achse nach oben oder unten verschiebt!
Hierdurch wird das Level des Blocks (und somit des Presets) in Gänze angehoben oder abgesenkt,
die Form der Kurve, also zBsp. auch die Flankensteilheit, bleibt unverändert erhalten.

Aus diesem Grunde gibt es keine korrelierende Wechselwirkung zwischen zBsp. den Parametern Drive & Level.
Oder Master & Level.

Falls es jemanden interessiert.
Mit dieser Funktion kann man sich das Ganze veranschaulichen.

Allgemeinform einer Sinus-Funktion
-----------------------------------------
y = (sin(frequenz * x +/- phasenverschiebung) * amplitude) + y-verschiebung
Phasenverschiebung gewichtet in π-Angaben.
2π = 360° = Vollkreis = 1 Periode


Ich hoffe, es ist nicht zu kompliziert und hilft Dir weiter!?

Grüße
Mike
 
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Macky7tyseven

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#13
Oh Wow ... vielen Dank für diesen Input. Das werde ich mir alles genau anschauen und austesten. Vielen Dank!!!

Ja, Gig am Zürichsee ist sehr gut gelaufen, abgesehen davon, dass wir draussen ab 8 pm gespielt haben und kein Licht mitgenommen haben. Die letzten 20 Minuten haben wir nicht mehr viel gesehen ... :doh::angel:
 

Andy

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#14
Haha :) ich kenn noch einen mit seiner Band, der das auch kann :) Abends spielen und dann kommt ganz überraschend die Nacht. Fast wie der 24.12. :) Völlig unerwartet.

Wir hatten dann gottseidank ein paar Strahler im Bus, allerdings ohne jegliche Stative. Also von unten voll in die Fre**e gestrahlt. Da fragt man sich dann was besser ist. Kein Licht oder volle Blendung ...
 
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