Monitor entzerren und Eigenfrequenzen finden

f.f

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Hallo,
wie der Titel schon sagt hab ich eigentlich 2 Fragen.

Monitor entzerren:
Ich habe mir nach langem Überlegen (Amp in the Room feeling...) doch noch einen FRFR gegönnt (passiver Atomix CLR). Der ist gerade auf dem Weg zu mir. Da ich den Sachen gerne selber auf den Grund gehe habe ich mir auch ein ECM8000 bestellt. Der CLR sollte ja schon in der oberen Liga spielen und einen halbwegs linearen Frequenzgang haben. Bevor ich aber anfange am Gitarrensound zu schrauben (und dann zu entscheiden ob ich mit frfr leben kann...) würde bei diesem Ansatz gerne einmal mit einem "optimierten System" beginnen um dem frfr eine reale Chance gegen mein 30 Jahre trainiertes Cab-Hirn zu geben.
Also hab ich mir schon mal REW geladen, damit kann man ja schon mal ein durchstimmbares Sinus-Wav erzeugen. Wie geht das jetzt weiter? Wenn ich das jetzt via DAW (CB5) und Matrix Gt1000 auf CLR gebe und das Signal (aus ECM8000 und preamp) auf einer weiteren Spur aufnehme, wie erzeuge ich daraus eine Faltung und daraus wiederum eine IR die ich dann auch auf das AxeFxIII kopieren und als korrektur IR nutzen kann? Geht das mit REW, oder gibts da bessere (free?) alternativen?
Hat schon mal jemand den relativ großen Aufwand mit sine sweep etc. mit einem wohl eher simplen Tonematch im EQ verglichen? Lohnt der aufwand, oder reicht das AxeFxIII mit Syth Block und TM Block für vergleichbare (wahrnehmbare) Ergebnisse?

Eigenfrequenzen finden:
Ich nutze mein AxeFxIII über Matrix1000 bzw. mein IIer über 2:90 noch jeweils entweder über 2x12 Mesa oder 4x12 Mesa. Beide Lösungen klingen eigentlich relativ ordentlich, aber die Mesas machen halt 70 und kastrieren so "etwas" die Möglichkeiten der Modeler, deshalb wollte ich ja einmal eine frfr Lösung (s.o.) ausprobieren.
Allerdings schieben die CAB Lösungen recht amtlich und werden wohl immer ein Teil meines Setups bleiben. Um das optimale aus den Boxen rauszukitzeln wäre es natürlich von Vorteil die TS-Parameter der Boxen relativ genau zu kennen, einmal im AxeFx zu speichern und nie wieder daran drehen zu müssen.
Mein Problem ist hier immer mein ermüdendes Gehör. Ein mit frischen Ohren im Axe eingestellter Speaker klingt nach Minuten teilweise "falsch". Das sind keine Quantensrpünge und die Frequenzen und Filterqualität schwanken nicht erheblich, aber eben doch merklich und da ich Rock/Metal mache, ersetzt hier ein gut eingestellter TS-Paramtersatz m.M.n die Schrauberei mit MB-Kompressor am Ende der Kette um bei ordentlich chuggchugga wenig brummelbrummel zu erzeugen:)
Ich hätte zwar theoretisch die Möglichkeit TS mittels Multimeter etc. zu messen, aber eigentlich sollte sich doch mit ECM8000, Sinussweep oder Noise und Frequenzanalyser hier auch relativ einfach relativ genau bestimmen lassen, oder? Meine Idee wäre hier gewesen, die Frequenz im relevanten Bereich durchzufahren und mir mittels Analysator/Pegelmax. einfach mit dem ECM8000 Grundfrequenz zu suchen. Das sollte sich ja dann bei 2*f noch verifizieren lassen. Mit dieser Frequenz, Pink Noise und FAB-Q Plugin sollte sich dann doch eigentlich mit etwas probierne der Frequenzgang mit Q u. A linearisieren lassen oder?
Gibt es heir positive (oder negative) Erfahrungen mit derartigen Ansätzen?

Gruss
 

funkstation777

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Such mal unter „Pimp my FRFR“. Sowas haben wir 2013 schon auf dem ersten Axefest in Leipzig demonstriert.
 

f.f

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also ich hab mir den Wolf gesucht, aber nicht das passende gefunden?...irgendwo steht was von einem geplanten Youtube Video, aber auch hierzu hab ich nx gefunden.
 

f.f

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danke für das Video. Von der Physik her hatte ich das ganze schon einigermassen verstanden, es ging mir eher um eine Stütze bei der (möglichst fehlerfreien) Durchführung der Messungen. LEarning by doing ist zwar lehrreich aber leider sehr zeitintensiv (und davon hab ich momnetan zuwenig...)

Da mein CLR noch in der Post ist habe ich mich gestern einmal mit der zweiten Fragestellung auseinander gesetzt. Habe die Mesa 2x12 (V30) einfach einmal mit Sinus gefüttert und langsam (von Hand) durchgestimmt. Eine seeehr deutliche Resonanz (Ohr...) finde ich dabei bei ca. 140Hz (darunter nicht wirklich). Ich hatte früher schon nach Gefühl (chuggachugga....) und Ohr ohne Signalgenerator ebenfalls die Grundschwinguung bei 140 ausgemacht. So weit so gut, aber die Freuquenz ist doch eigentlich viiiieeel zu hoch. Für eine Mesa 2x12 V30 hab ich Messwerte um 114Hz im Netz´gefunden und der Bereich klingt für mich auch realistischer, da die reinen V30 Chasis ja weit unter 100Hz liegen . Die Box stand bei der Messung auf dem Boden. Kann es sein, dass das eine so deutliche Verschiebung der Resonanzfrequenz nach oben passiert? Es ist kein kleiner Effekt, unterhalb von 140 kann mein Ohr kein Maximum mehr finden und bei 140 wirds dann richtig wummrig.

Gruss
 

desaster66

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Hallo f.f ,
in welchem Raum hast du das gemessen. Pass auf, dass du nicht eine Raummode deines Raumes als Resonanzfrequenz deiner Box misst bzw. wahrnimmst. Gerade in dem Frequenzbereich sind stehende Wellen geradezu "gemeingefährlich". Die lassen sich auch nicht durch akustische Maßnahmen wie Wolldecken etc. eliminieren. Im Anhang findest du eine Excel Liste für die Berechnung von Raummoden in Abhängigkeit der Raumgröße. Mach einfach mal den gleichen Test bei gleicher Mic Position im Raum mit einer möglichst linearen Box. Wenn sich dann wieder bei 140 HZ ein Maximum ergibt, dann bist du "Opfer einer stehenden Welle" :):mad: geworden. Blöder Weise haben die meisten Räume parallele Wände - da wird's dann schwierig, die "Biester" loszuwerden.
Grüße
 

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f.f

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so, habe jetzt etwas mit meinem ECM8000 rumprobiert und mich mit REW etwas näher beschäftigt, damit ich auch weiss was ich da tue....

bei der ganzen Sache ist mir noch folgende Frage durch den Kopf gerauscht: Warum kaufe ich mir eigentlich einen frfr versuche den dann bis 40 kHz möglichst gerade zu ziehen um dann darüber CAB-IRs laufen zu lassen die ja auch von CABs stammen deren realer Frequenzgang auch nur bis ca. 8kHz reicht. Wäre es nicht eigentlich (zumindest wenn man nur ähnliche Boxen haben will) irgendwie sinnvoller seine reale CAB zu linearisieren. Hab heute mal die 2x12 gemessen und soooo buckelig scheint die gar nicht zu sein (wenn ich in REW richtig gemessen hab....). Hab das ganze dann gleich mal versucht über TM Block und eine IR zu glätten. Hab dann in einem Preset einer normalen Kette -> IN-AMP-OUT (=Matrix-Mesa212) den TMA gefolgt von einem IR meiner 212 vor den OUT gesetzt. Dafür, dass ich den Match mit fast wahllos ausgerichtetem ECM8000 gemacht habe klang das ganze gar nicht so übel, zumindest nicht (wie erwartet) wie aus dem tiefsten Tunnel. Ich habe dann mal die IR meiner CAB durch ein paar ähnliche CABS aber auch 4x12er anderer Hersteller ersetzt und muss sagen das ganze hat für mich potential. Ich werde am Wochende wohl mal mehr Zeit in sauberer Mikrofonirung verwenden und mir mit dem ECM8000 mal Teile des Hörraums vermessen. Bin gespannt was dabei rauskomm.

Was denke ich helfen würde um das ganze besser zu machen wäre den TM mit Pink Noize durch einen gescheiten Sinusweep zu ersetzen. Das würde mit IR Capture des Axe ja gehen, nur ist die erzeugte IR ja mathematisch nicht das Differenzsignal das ich brauche. Da die erzeugeten IR im Axe soweit ich mich erinnere Cliffs eigenes Format haben, wird das wohl schwierig mit externen Tools da was zu bearbeiten, oder gibt es möglichkeiten die eigenen IRs aus dem Axe in ein bearbeitungsfähiges Format auf dem PC zu bekommen?
 

funkstation777

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Wenn du eigene IRs erstellst, mach das doch mit dem IR Maker in Studio One, dem Voxengo Deconvolver oder anderen IR-Tools. Dann hast du ein Wav-Format deines Cabs.
 
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