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Plek und Bespielbarkeit

Andy

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#21
Ich hab mir mal ein Video dazu angesehen und kann mir nicht wirklich erklären, warum eine gePLEKte Gitarre beim Aufziehen von anderen Saiten schlechter sein sollte, als eine herkommlich abgerichtete. Bünde abrichten ist ja jetzt keine hohe Wissenschaft. Dass der maximale Effekt nur dann eintrifft, wenn man genau die Saiten aufzieht usw. seh ich ein. Allerdings fahren die bei den Gitarren mit einer Art Schleifstein über die Bünde und ich würd einfach sagen, das bedarf noch ein wenig des Feinschliffs. Vielleicht macht das Gibson bei den Gitarren im hochpreisigen Segment auch und lässt es bei den günstigeren einfach weg.

Wenn ich mir überleg, was ich nach dem eigentlichen Abrichten noch für ein Geschiss mach um die Bünde danach zu finishen, dann bin ich der Meinung, dass es bei meinen beiden daran liegt/hapert. Ich hab die bei den beiden Gibson jetzt mal nachgemessen und von der Höhe her sind die absolut perfekt auch bei den aktuell aufgezogenen Saiten. So perfekt bekomm ICH das mit der Hand gar nicht hin aber meine scheppern weniger.

Ich werd mal das machen, was ich nach dem eigentlichen Abrichten der Bünden sonst noch mache und dann drüber berichten.
 

Andy

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#22
Ich hab jetzt mal nachgekuckt, weil meine Takamine Akustik von der Saitenlage einfach nur der Hammer ist. Besser als alle E-Gitarren, die ich habe und je gespielt hab und da scheppert überhaupt gar nix. Wer hätte es gedacht, die ist auch gePLEKt. Takamine nennt es nicht beim Namen sondern beschreibt nur das Verfahren

http://www.takamine.com/craftsmanship
 

mrgodin

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#23
Ich hab mir mal ein Video dazu angesehen und kann mir nicht wirklich erklären, warum eine gePLEKte Gitarre beim Aufziehen von anderen Saiten schlechter sein sollte, als eine herkommlich abgerichtete. Bünde abrichten ist ja jetzt keine hohe Wissenschaft. Dass der maximale Effekt nur dann eintrifft, wenn man genau die Saiten aufzieht usw. seh ich ein. Allerdings fahren die bei den Gitarren mit einer Art Schleifstein über die Bünde und ich würd einfach sagen, das bedarf noch ein wenig des Feinschliffs. Vielleicht macht das Gibson bei den Gitarren im hochpreisigen Segment auch und lässt es bei den günstigeren einfach weg.

Wenn ich mir überleg, was ich nach dem eigentlichen Abrichten noch für ein Geschiss mach um die Bünde danach zu finishen, dann bin ich der Meinung, dass es bei meinen beiden daran liegt/hapert. Ich hab die bei den beiden Gibson jetzt mal nachgemessen und von der Höhe her sind die absolut perfekt auch bei den aktuell aufgezogenen Saiten. So perfekt bekomm ICH das mit der Hand gar nicht hin aber meine scheppern weniger.

Ich werd mal das machen, was ich nach dem eigentlichen Abrichten der Bünden sonst noch mache und dann drüber berichten.
Da gäbe es mehrere Antworten zu.

1. Bünde abrichten und Finish.
Da bin ich ganz bei Dir. Und alle meine Gitarren haben ab Werk schon ziemlich perfekt polierte Bünde gehabt.
Das die mal anlaufen oder etwas weniger gleitfähig sind, kann zBsp. durch die Lagerung im Laden, die dortigen
Klima- und Feuchtigkeitsverhältnisse, oder der Bespielung durch zahlreiche Besucherhände geschuldet sein.
Ich treibe im übrigen den gleichen Aufwand wie Du.
Habe vor kurzem bei 7 Gitarren die Bundenden nachgefeilt und verrundet.
Bei der Gelegenheit wurden auch einige Hälse resp. Bebundungen poliert, weil es mal fällig war.
Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass die Politur selbst sich hauptsächlich beim Bending positiv bemerkbar macht.
Wenn ich ohne Bendings spiele, gibt es keinen hörbaren (und fühlbaren) Unterschied zwischen besser und weniger gut polierten Bünden.
Sie müssen allerdings zumindest so gut verdichtet (poliert) sein, dass die Saitenauflage und Saitenbewegung auf dem Bund
nicht negativ beeinflusst werden.

2. Den ersten Teil (Plek) betreffend, gibt es etwas, was Du dabei ausser Acht lässt.
Wenn man sich deren Website und speziell den Bereich Technik/Der Plekprozess genau durchliest, sieht man,
was da aus der Analyse (Scan) für Erkenntnisse gezogen werden können.
Diese Scans werden im übrigen pro Saite durchgeführt.
Es ist zBsp. möglich (und nötig), einen einzelnen Bund abhängig von der Saite unterschiedlich zu bearbeiten, sodass sich allein
auf einem Bundstab Zonen unterschiedlicher Art (Bogen) befinden, je nachdem, welche Saite darüber läuft;
Jede der 6 Saiten hat ihre ganz spezifischen Schwingungseigenschaften in Abhängigkeit von Material, Stärke, Bundposition etc..

Zitat Firma Plek: "Zwei Dinge stellten sich bei diesen ersten Versuchen heraus: 1. um jeder Saite in jeder Lage ausreichend Raum zum Schwingen zu geben, muss das Griffbrett je Saite eine etwas unterschiedliche Kurve bilden und 2. um die Bünde in der erforderlichen Präzision bearbeiten zu können, muss das Griffbrett zuvor gemessen werden, und zwar unter Saitenspannung."

Wenn man eine herkömmlich abgerichtete Gitarre umspannt, auf dickere oder dünnere Saiten, wird man den Hals und die Saitenlage,
ggf. die Bundreinheit, anpassen müssen.
Ansonsten hat man danach ein in etwa gleich gutes Ergebnis, wie zuvor mit den anderen Saiten.
Ob das so gut ist wie eine (korrekt) gePlekte im Originalzustand, ist dann aber die Frage.

Dein Zitat: "Bünde abrichten ist ja jetzt keine hohe Wissenschaft."
Wenn das stimmt, würde die Firma Plek heute nicht mehr existieren ;-)
Was ich unter Punkt 2 beschrieben habe, wirst Du per Hand so präzise niemals hinbekommen.
Oder doch?
Dann ziehe ich meinen Hut vor Dir! (Trage gar keine Hüte ;-)

Und letztlich kann ich Dich auch mal trösten;
Auch bei mir nehme ich hier und da ein wenig Saitenscheppern in Kauf, um der guten Saitenlage willen!
Selbst beim Picking mit Daumenpick und Fingerpicks kann ich gut damit leben.
Und wenn ich mit den Fingern spiele, bin ich ohnehin nicht so heftig.
Was bei Clean-Sounds die Gefahr etwas mindert.

Wenn man mit 5 mm-Plektren Ultra-Clean-Sound in Brachialspielweise hinlegen möchte, wird man allerdings sowieso
bei 1.5 mm Saitenlage Probleme bekommen.
Ich kenne einen GuitarTech von Larry Carlton und Peter Frampton persönlich.
Der sagte mir mal, dass Carlton am liebsten am 12. Bund ne Saitenlage hat, bei der ein Daumen zwischen Saite und Griffbrett passt!
Wegen ausreichend Platz zum Saitenschwingen ;-)
Also; 1 mm mit 009er-Saiten ist was für Weicheier :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:

Nimm's gelassen.
Alles Menschen Werk ist Stückwerk.
Gitarren sind unperfekte Instrumente, egal wie sehr man sie optimiert (und poliert ;-).
Das macht doch auch ihren Reiz aus, oder nicht?
Man höre sich mal alte Aufnahmen von Swing-Gitarristen an, oder zahlreiche Mitglieder der Reinhardt-Familie.
Diese Musik kann ich mir ohne ein gewisses Scheppern der Saiten auf den Bünden garnicht vorstellen.
Oder Fingerpicker; Tommy Emanuel zBsp., Kottke ....
Meine Akustiks haben 010er-Sätze!
Jedenfalls die mit normaler Mensur.
Das feiern Saiten und Bünde auch immer mal wieder Hochzeit.
Obwohl die Hälse und Bünde super verarbeitet sind.
Aber sie würden wahrscheinlich lieber 012er tragen ...

Was die Qualität der Gibsons betrifft, gab es in den letzten Jahren aber auch immer wieder Anlass zur Kritik.
Vielleicht trägt das mit zu Deinem Problem mit den Gibsons bei.
Lass' die doch mal nach Deinen Vorstellungen Pleken!
 

Andy

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#24
Ok, das PLEKen ist ne Wissenschaft und damit wird das Bünde abrichten auch zu einer. Da hab ich zu kurz gedacht, da geb ich dir recht.. Ich meinte eher das konventionelle Abrichten. Schrupp, Schrupp und dann ein wenig polieren :) ist aber echt ein Scheissjob.
 

mrgodin

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#25
Ok, das PLEKen ist ne Wissenschaft und damit wird das Bünde abrichten auch zu einer. Da hab ich zu kurz gedacht, da geb ich dir recht.. Ich meinte eher das konventionelle Abrichten. Schrupp, Schrupp und dann ein wenig polieren :) ist aber echt ein Scheissjob.
Ja, das ist es ;-)
Mir taten irgendwann auch die Finger weh beim polieren.
Hab so Polierpapier u.a. von Planet Waves.
Dazu ein Hartholzklötzchen mit Verrundung innen.
Ist ne Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat ?
 
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