Suche presets/patches für AXE FX Standard

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Tach zusammen,

bin der Neue, komme jetzt öfters.......habe nach 12 Jahren des Wartens, Staunens und Bewunderns ENDLICH den Schritt gewagt und eine AxeFX Standard erworben......mutig, was?

Das Teil soll in den nächsten Tagen hier ankommen............insh´Allah!

Habe demnach auch wenig bis gar keine Ahnung bzgl. dieses Gerätes.

Hatte mal einige Zeit einen POD HD 500, aber der war es nicht für mich........

Gutes Gerät, aber irgendwie hatte ich da schon was Anderes im Ohr.......vielleicht trifft es ja die Standard.

Das manual habe ich durchgearbeitet und es sind ja ab Werk eine Unmege an Werkspresets vorhanden.

Habe bislang nur "axechange" entdeckt bzgl anderer Patches, vor allem Userpatches.......und die scheinen selbst in der Standardmaske für Ultra zu sein.......kann das funktionieren?

Lädt die Standard auch Ultrapatches?

Gibt es noch weitere Soundbörsen für das Teil?

Finde beispielsweise die Patches von Glenn de Laune sehr, sehr geil......so was in der Richtung zu finden wäre schon sehr cool.

Ich weiss, dass das Gerät mittlerweile Steinzeit ist, aber ich meine, dass ich immer noch aufstocken kann.

Die Standard war ja wohl seinerzeit ein Meilenstein, die den Ruf und den Erfolg von Fractal/Cliff begründet hat......also soooo schlecht kann das Gerät ja heute nicht sein.

Bitte seht mir meine blöden Fragen nach, aber ich bin da echt (noch) ein Noob.......

Danke schon mal für jede freundliche, konstruktive und zielführende Antwort.

Grüsse an alle, unbekannterweise

JuppSchmitz:)
 

axifist

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Hi Jupp, willkommen!

Ich will jetzt zu all den Punkten erstmal nichts sagen, sondern dir einen allgemeinen Tipp geben:

Das manual habe ich durchgearbeitet und es sind ja ab Werk eine Unmege an Werkspresets vorhanden.
Mach das am besten nochmal, sobald du das Gerät tatsächlich hast. Nur dann bringt das Lesen des Manuals was. Setze dich mit dem Gerät auseinander und versuche schon einmal, Sounds zu kreieren, die dir gefallen.

Erst, wenn du das Gerät einigermaßen verstanden hast, würde ich dir den Rückgriff auf fremde Presets empfehlen. Bzw. eigentlich würde ich persönlich dir das nicht empfehlen, weil es doch immer besser ist, seinen eigenen Sound zu finden.

Wichtig für den Sound ist neben dem Amp (offensichtlich) die Cab-Simulation (was genau genommen eine abmikrofonierte Box simuliert, sprich, da steckt neben der Box auch das Mikrofon und die Mikrofonierung drin). Hier wirst du entscheidend voran kommen, wenn du da die für dich passenden Simulationen entweder selbst erstellst oder gezielt aussuchst.
 

Ozzy

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Sehe ich genauso wie axifist. Mit fremden Presets bin ich noch nie glücklich geworden, ist aber manchmal ein guter Ausgangspunkt für eigene Sounds. Und die Cabs spielen tatsächlich eine große Rolle, wenn nicht die sogar größte, ob es zu spitz, zu mittig oder zu pampig klingt. Ist letztendlich auch eine Geschmackssache. Versuch am besten erstmal, ein paar gute Basis-Sounds hinzubekommen.
 
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Hallo,

danke Euch beiden schon mal für die schnellen und informativen Antworten.

Da habt Ihr schon recht:

Erst mal abwarten und reinhören, was das Teil so kann und wie es auf mich wirkt.

Es wäre allerdings das erste Gerät in +40 Jahren, bei dem ich mit den Werkssounds etwas anfangen könnte.

Einfaches Beispiel:

Habe seit den 90-ern immer mal wieder ein Intellifex gehabt.

Da waren die Werkssounds- gerade für den Cleanbereich, aber auch für Rhythm- und Leadsounds- ziemlich ok..........auch heute noch.

Aber erst nachdem ich ein paar Patches von einem User aus USA programmiert habe, ging mal so richtig die Sonne auf........

Ich muss mir ehrlicherweise eingestehen, dass ich besser spielen als programmieren/ patchen/ Knöpfchen drehen kann........

Daher also der- vielleicht voreilige- Gedanke, schon mal in Richtung "Profi"-sounds zu suchen.......siehe Glenn de Laune e.a.

Hab leider für sowas kein wirkliches Händchen und vertraue da durchaus dem Können anderer.............wie auch jetzt der wichtige und richtige Hinweis, auf die Cabsimulation zu achten.

Laut Manual sollte ich allerdings- bei meinem Setup ( mehrere Preamps, Tretminen, Röhrenendstufe und zwei Boxen) sowohl die Endstufen- als auch die Boxensimulation vorab ausschalten........stimmt doch, oder?

Also, bin nach wie vor an freundlichem und informativem Input interessiert.

Beste Grüsse an alle!
 

Hanne

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Laut Manual sollte ich allerdings- bei meinem Setup ( mehrere Preamps, Tretminen, Röhrenendstufe und zwei Boxen) sowohl die Endstufen- als auch die Boxensimulation vorab ausschalten........stimmt doch, oder?
Bleibt die Frage, wozu Du dann das AxeFX noch brauchst? :unsure:

Die Boxensimulation (der CAB-Block) wir benötigt, wenn Du als Abhöre eine FRFR-Box (fullrange flat respond) oder aber Kopfhörer/ InEars verwendest. Wenn Du mit echten Gitarrenboxen Krach machst, solltest Du die Cab-Simulation deaktivieren.

Damit wären wir aber auch schon beim Thema. Wenn Du Dir vorstellst, geile Sounds, die Du irgendwo gehört hast und deren Presets zur Verfügung gestellt werden auf Deinem Setup genauso geil klingen, wirst Du wahrscheinlich enttäuscht werden. Warum? Weil Du höchstwahrscheinlich nicht das selbe/ gleiche Setup wie der Ersteller fährst. Du wirst eine andere Gitarre, mit anderem Schwingungsverhalten, andere Saiten und andere Pickups haben. Du spielst die Gitarre anders, Du hast eine andere Box und und und ... das alles beeinflusst den Sound. Deshalb meinen Die Kollegen Vorredner auch, dass sie mit Fremdpresets nicht so viel anfangen können - das geht mir im Übrigen auch so.
 

axifist

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Ah ok, du nutzt also das AxeFX dann nur als Vorstufe? Dann ist mein Hinweis mit passenden IRs natürlich redundant. Du brauchst ja keine Boxensimulation, weil du ja eine echte hast :)

Für maximale Authentizität solltest du dann im AxeFX die Endstufensimulation ausschalten, ja. Boxensimulation musst du nicht unbedingt ausschalten. Lade einfach keine Boxensimulation, sprich keinen Cab-Block, in dein Layout.
Man muss das aber nicht so machen! Wenn man mit aktiver Endstufensimulation in eine echte Endstufe geht und das Ergebnis gefällt, warum nicht? Ich persönlich habe mit meinem Ultra auch so begonnen, in meinem Fall mit einer Engl 50/50. War schon geil, die noch mit einer Endstufensimulation anzufahren!

Dein Setup macht dann aus meiner Sicht aber eigentlich fertige Presets von "Profis" noch weniger Sinn! Die werden ja überwiegend (ausschließlich?) so erstellt, dass die komplette Signalkette im Axe verläuft. Das klingt bei dir dann zwangsläufig anders als vom Ersteller erdacht. Aber vielleicht hilft dir das trotzdem, das will ich hier natürlich nicht für dich entscheiden!

Ich würde in dem Fall mit einem sehr schlichten Preset beginnen: Einfach ein Amp-Block rein, der mit dem virtuellen Kabel ("shunt") mit dem Input und Output verbunden ist. Stelle dann sicher, dass alles im Amp-Block auf Standardeinstellungen liegt (schnelles doppeltes Drücken des Bypass-Tasters) und dann eben die Regler bedienen, die du auch an einem echten Amp regeln würdest (im Prinzip also Gain, Bass, Mitten, Höhen und Presence).
Mit diesem Vorgehen nutzt du das AxeFX zunächst mal fast gleich, wie du eine analoge Vorstufe bedienen würdest.

Wenn es dann um Effekte geht, da musst du dann eigentlich auch nur entscheiden, wo du sie platzierst. Ein Delay oder generell zeitbasierte Effekte würde ich beispielsweise immer nach dem Amp platzieren. In deinem Fall ist es dann so, dass alles, was nach dem Amp (der ja bei dir eigentlich nur ein Preamp ist) platziert wird, quasi im Effektweg liegt. Effekte, die du vor dem Amp verwenden würdest, platzierst du vor dem Amp-Block.
Und auch hier: Ausprobieren!

Manchmal macht es Sinn, Effekte nicht seriell, sondern parallel zu verschalten. Falls du nicht weißt, was ich meine, bitte sagen. Das geht aber (noch) über das hinaus, was du aus meiner Sicht als erstes tun solltest. Das schöne am AxeFX (das gilt für alle Generationen) ist, dass man es sehr minimalistisch nutzen kann, aber auch komplett ausrasten kann mit kompliziertesten Verschaltungen usw. Fange simpel an und arbeite dich langsam hoch. Nachteil ist nur, dass die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Wenn du das AxeFX tatsächlich ausschließlich als Vorstufe verwendest, dann solltest du damit sehr gut fahren! Wenn ich mich jetzt nicht komplett irre war und ist in erster Linie die Simulation der Endstufe schwierig. Oh Gott, ich werde hoffentlich nicht virtuell dafür gesteinigt!!! Die ist in den Geräten der ersten Generation deutlich derer der zweiten und dritten Generation unterlegen. V.a. der Bassbereich war immer höchst kritisch!
 

Friedlieb

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Zu Deiner Frage ganz am Schluss: ja, das stimmt.

Diese Information über Dein Setup macht aber die von den Kollegen ausgesprochene Empfehlung noch gewichtiger, und das auch noch in zweifacher Hinsicht:
Bei Verwendung einer "echten" Endstufe und vor allem Gitarrenbox kommt es sehr viel mehr auf die konkreten Komponenten an als bei FRFR. Jede Box hat ihren eigenen Sound, und jede Röhrenendstufe färbt anders. Was für die eine Kombination gut klingt, muss für eine andere nicht gelten. Genau dieser hier starke Einfluss der individuellen Lautmacher sind auch der Grund für den zweiten Aspekt:
Ein großer Teil der verfügbaren Patches sind für FRFR gedacht, eben weil da die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass es überall zumindest ähnlich klingt.

Mein Rat: mach Dir ein neues Preset, nur mit einem Amp, dreh Dir einen Plexi rein, alles auf Default, und lege von da aus los. Viel Spaß!
 
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Wow Jungs,

danke für die Infos.......highly appreciated, wie die Amis sagen!

Hätte vielleicht vorab etwas mehr ausholen sollen:

Das vorab beschrieben Rack hat mittlerweile Monsterausmasse angenommen.

Mit dem ganzen Kram habe ich mindestens vier bis fünf sehr amtliche, analoge Sounds, die schon einiges aus der Pop/Rockecke abdecken.

Mich interessiert nun aber auch noch sehr viel mehr als nur Pop und Rock.

Wenn ich -beispielsweise- solche Truppen wie Perpherie gut finde und den entsprechenden Gitarrensound haben will, müsste ich mich durch eine Vielzahl von Bodentretern, anderen Preamps und ggf. Equalizern etc wühlen und diese KAUFEN, bevor ich am Ziel wäre.

Für Country und Pickingsachen wie Albert Lee e.a. bräuchte ich wieder anderes Equipment.

Daher der Gedanke an grösstmögliche Flexibilität..............

Und wenn das Ergebnis so überzeugend ist, wäre ich der letzte, der aus nostalgischen Gründen an Röhrenpreamps, Bodentretern und 19 Zoll Effektprozessoren festhält.

Der Plan ist ein wirklicher A/B Test, was gut ist, was besser ist, was weg kann und was ich auf keinen Fall abgeben werde.........

Auch hier einfaches Beispiel:

Habe seit Jahren ein Digitech IPS33b, auch bekannt als "poor mans Eventide"........das Teil kann hervorragend programmierbare Pitch-Shift und Harmonics darstellen.......sowas gibt es aber erst in der Ultra( korrigiert mich, wenn ich falsch liege.....)

Oder den sehr begehrten Tri Stereo Chorus Sound auf Mike Landau´s Bulge CD, zum Beispiel " I don´t care".........

Habe ich zu 99% mit den presets aus USA und dem Shimmer/ Pitch Shift vom 33b.......wird sich herausstellen, ob die Axe Standard das genauso und besser kann.

Hoffe, dass ich die Dinge jetzt etwas klarer machen konnte.

LG

Jupp
 

Andy

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Ich weiß nicht ob mit dem Standard die 4CM, vier Kabel Methode, geht. Wenn ja, dann kannst du das Axefx so nutzen, dass es vor deinem Amp und in der
Effekt Loop deines Amps hängt. Man kann auch sagen, du schleifst deinen Amp in das Axefx ein. Dann brauchst du nur noch deinen Amp, das Axefx und deine Box. Kannst aber auch das Axefx als preamp nehmen und deinen Amp zum verstärken... Kenn das Standard aber nicht aus eigener Erfahrung

Im ersten Fall 4cm ersetzt dad Axefx die Effekte vor deinem Amp und die Effekte in der Effekt Loop deines Amps. Rest ist so wie vorher. Also dein Amp läuft wie bisher
 

nobbi

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Hallo Jupp, ich wohne nicht allzuweit von Kölle weg und bin immer noch begeisteter User eines Standards und Ultras. Wenn du möchtest, kannste mit deinem Gerät dann mal zu mir kommen und ich zeige dir ein paar Tricks. Ich spiele allerdings direkt in einen Monitor bzw. auf der Bühne direkt ins Pult. Aber egal. Falls dir dann einige Sounds gefallen, können wir die direkt von Gerät zu Gerät überspielen. Ist vielleicht nicht deine Musik. Aber auf unserer HP findest du Handyfilme, die ganz gut den Livesound rüberbringen. Also, mir reicht das alte Gerät immer noch für Livegigs.
www.tuneup-band.de
 

nobbi

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Meld dich, Jupp, wenn du im Lande bist!
 
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