Werkspresets klingen „Belegt“

Leise

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Wie schon in der Überschrift klingen die ganzen werkspresets oder auch andere irgendwie „belegt“ für mich...
Sprich irgendwo fehlt die Frische und Lebendigkeit.
Bei meinen eigenen erstellten ist das nicht der Fall...
Hat jemand auch mal die bekobachtung machen können?
Liegt es evl an meinem Geschmack oder evl an den neuen V2 ir‘s?
Muss dazu sagen das ich bei den werkspresets nicht mein ir mix mitläuft sondern das Original was fas programmiert hat...

Lg Andree


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belphegor

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Wie schon in der Überschrift klingen die ganzen werkspresets oder auch andere irgendwie „belegt“ für mich...
Sprich irgendwo fehlt die Frische und Lebendigkeit.
Bei meinen eigenen erstellten ist das nicht der Fall...
Hat jemand auch mal die bekobachtung machen können?
Liegt es evl an meinem Geschmack oder evl an den neuen V2 ir‘s?
Muss dazu sagen das ich bei den werkspresets nicht mein ir mix mitläuft sondern das Original was fas programmiert hat...

Lg Andree


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Ich nutze diese Presets seit Anbeginn meiner AxeFx-Zeit zwar nicht, aber wenn man bedenkt,
dass die User in der vergangenen Zeit immer wieder gewisse Anpassungen
an ihren (IIer) Presets vornehmen mussten, wenn die FW aktualisiert wurde,
sollte Deine Wahrnehmung nicht sonderlich verwundern.
Die letzte Version der Preset-Banks ist vom 13.07.2017!
Dazwischen gab es reichlich Neuerungen, Verbesserungen etc..
Und zuletzt den Sprung zu ARES.

Bei den Werkspresets wird es nicht ohne Reset und Anpassungen gehen.
Erst recht, wenn ausserdem noch die Werkscabs genutzt werden.
Sich darüber resp. die konkreten Ursachen lange den Kopf zu zerbrechen,
ist nach meiner Meinung vergeudete Zeit.

Gruß
Mike
 

Andy

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Ich bin der Meinung, dass die Werkspresets ein echtes Manko beim AxeFx sind. Ich hab da immer den Eindruck gehabt, dass die erstens von Menschen erstellt wurden, die ein völlig anderes Hörempfinden haben als ich oder keinen Plan haben.... oder sich keine Mühe geben ... oder was auch immer.

Dazu kommt, dass bei der Häufigkeit an Updates (und beim IIIer scheint es so weiter zu gehen), wohl auch keiner Bock drauf hatte, die Werkspresets immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen, was ich durchaus nachvollziehen kann. Ich hatte bei meinen Presets auch keine Lust mehr drauf.

Hab nicht sooo viel Erfahrung mit anderen Geräten aber doch hin und wieder mal den Eindruck gewonnen, dass bei vermeintlich schlechteren "Geräten" bei den Werkspresets wirklich Anstrengungen unternommen wurden das jeweilige Maximum herauszuholen. Namentlich nennen kann ich jetzt aber nur diese STL Plugins für PC und Guitar Rig, ebenfalls für PC. Wobei ich nicht sagen will, dass die besser als das AxeFx klingen aber man hat eben Presets verfügbar die man - im Rahmen der Möglichkeiten des jeweililgen Plugins - einsetzen kann ohne was zu schrauben.

Beim Kemper ist es so lala. Die eingespielten Profile haben beim Kauf auch nichts getaugt, es gab dann aber ein paar zum Download, die nicht so schlecht waren. Bei gekauften Profilen sieht die Sache dann anders aus.

Sieht man sich allerdings die Tipps von Cliff zu irgendwelchen Advanced Parametern an, wäre es schon schön wenn da mal ein wirklich studiotaugliches Preset vom Hersteller kommen würde, welches das Wissen anwendet und bündelt. Also das maximal Mögliche aus der Kiste holt.
Dass sowas generell möglich sein sollte, zeigt der Kemper mit Profilen von Drittanbietern.

Schau dir die Werkspresets an, was da ggf. gemacht wurde und mach deine Presets selbst. Den Kauf von Presets von Drittanbietern kann ich ehrlich gesagt beim AxeFx auch nur bedingt empfehlen. Aber da sind meine Erfahrungen auch veraltet. Man muss kucken, mit welcher Firmware die erstellt wurden. Es kann gut sein, dass die mal gut geklungen haben und mit Ares oder eben der aktuellen FW auch nicht mehr passen.

Ich hab mir mal welche gekauft, bei denen sehr viel mit EQs vor, im und PEQs nach dem Cab und auch mit Tone-Match gemacht wurde. Die klangen echt gut. Nach drei Wochen kam dann ein Update von FAS und die ganzen EQ Einstellungen und der Tone-Match Einstellungen, bei denen sich die Preset-Ersteller wohl sehr viel Mühe gegeben hatten um irgendwelche Eigenheiten/-schaften (wie das Gras wachsen hören) der jeweiligen FW anzupassen, waren hinfällig. Komplett für die Tonne. Ich war nicht in der Lage die EQs nachzuregeln, geschweigen denn den Tone-Match Block. D.h. nach dem Update hab ich bei den Presets die meisten von den Blöcken entweder nachgeregelt oder weit häufiger einfach deaktiviert, weil ich keinen Plan hatte was die da beim PEQ gemacht haben. Dafür hab ich den falschen Studienzweig belegt. Somit war ich dann wieder exakt dort gelandet, wo ich mit meinen eigenen Presets auch hinkomme. Bei nem Amp, einem Cab und einen Driveblock und evtl. ein paar Effekten.
 

Leise

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Ich hab ja meine eigenen presets und die Klingen wunderbar
Ist in meinen auch sehr spartanisch aufgebaut...
Amp cab und evl mal nem paar Effekte wie chorus Delay oder reverb... alles einfach gehalten
Werkspresets nutze ich überhaupt nicht nur ist mir das aufgefallen neulich abends als ich mal aus Langeweile durch die gespielt habe


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belphegor

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Ich hab ja meine eigenen presets und die Klingen wunderbar
Ist in meinen auch sehr spartanisch aufgebaut...
Amp cab und evl mal nem paar Effekte wie chorus Delay oder reverb... alles einfach gehalten
Werkspresets nutze ich überhaupt nicht nur ist mir das aufgefallen neulich abends als ich mal aus Langeweile durch die gespielt habe


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Andy hat es im Grunde schon umfassend beantwortet.
Die Werkspresets sind auch nach meiner Auffassung und Erfahrung mit all den Multieffekten etc. im Grunde ein Überblick
darüber, was das Gerät vom Prinzip her kann.
Das die ohnehin eher rudimentären Einstellungen darin (v.a. bei den Amps) immer auch auf der Basis des Hörempfindens
des jeweiligen Erstellers basieren, ist ja klar und auch nach wie vor eines der gewichtigen Argumente im Einzelfall mal für,
oder (häufiger) ggf. gegen 3.-Anbieter-Presets.
Also um sich einen Überblick zu verschaffen, reicht es in der Regel.
Anwendungsgebiete:
  • Gebrauchtkauf und vorheriger Test
  • Ladenkauf und Entscheidungshilfe
  • Hilfestellung für Anwender mit eher weniger Erfahrung im Umgang mit derlei Geräten
Das war aber noch nie anders.
Diejenigen unter uns, die seit Jahrzehnten solche Geräte ihr Eigen nannten oder nennen,
werden bestätigen können, dass es noch nie anders war.
Zumindest bei mir gab es in all den Jahren nicht ein einziges Werkspreset, dass ich als Grundlage
meiner eigenen Presets verwendet habe.

Und was den Vorführeffekt betrifft.
Die Mehrzahl von uns kennt zuhauf Bodentreter und Multieffekte aus eigener Erfahrung.
Man weiss, was sie machen, wie sie es machen usw..
Man weiss auch ziemlich gut, was einem gefällt und was nicht gut klingt.
Wozu braucht es da Werkspresets, die mir dies noch ein weiteres Mal vorführen? ;-)
Das kann ich in eigenen Kreationen doch gleich nach jeweiligem Bedarf ausprobieren.

Aber das ist ja auch kein großes Thema.
In allen modernen Geräten kann man sich normalerweise den Platz freimachen, oder hat zumindest
ein ausreichendes Potential an sog. User-Presets zur Verfügung.
So kann jeder so verfahren, wie er möchte.

Aber wenn es Dich interessiert, wieso weshalb warum, duplizier doch mal einige Werkspresets und resette die Amps.
Wahrscheinlich wird in vielen Fällen danach bereits ein erstes Aha-Erlebnis entstehen.
Ich denke, dass bei diesen Wahrnehmungen in erster Linie die Amps der entscheidende Faktor sind.
Kannst ja mal berichten, wenn Du überhaupt Lust dazu hast.
 

Friedlieb

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Das unterstreiche ich.

Hinzufügen möchte ich noch, dass die Werks-Presets allesamt (bis auf wenige Ausnahmen) mit Studio-Monitoren gebaut sind und sich nur dann komplett entfalten können.
 
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