Outputlevel ins Pult

Macky7tyseven

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Wir haben ein neues Mischpult in der Band, und da war meine Einstellung des Out 1 (XLR zu XLR ins Pult, aber ohne Mikro-Vorverstärker) auf einmal zu leise. Manual gelesen, und da steht, dass man das Manual des Mischpultes lesen soll, ob -10db oder +4dbu nötig seien (whatever that is). Als Laie ist es nicht ganz einfach, so ein Manual zu lesen. Kann da jemand helfen? Für mich sieht es nach +4dbu aus ... drittunterste Zeile. Das Mischpult ist ein Qsc touchmix 16.

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Hubi72

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Das ist eigentlich doch egal, was das Pult verlangt? Das gleichst Du am Gain des Kanals aus, was Du zuwenig oder zuviel Signal reingibst. Außer Du übersteuerst den Kanal komplett.
 

Andy

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Das ist jetzt nicht zu 100% richtig aber für das Verständnis sollte es ausreichen. Der ganze Consumer-Krempel hat oder hatte früher einen Bezugspegel von -10 dB, Studio-Equipment arbeitet mit +4 dB. Das AxeFx wird eindeutig dem Studio zugeordnet und sollte mit +4dB keine Probleme haben. Wenn im Pult zu wenig ankommt musst du im AxeFx lauter machen. Sollte das Pult einen Umschalter haben, kannst du natürlich auch auf -10 dB gehen. Dennoch wäre meine Empfehlung die Quelle lauter zu machen. Machst du die Quelle, als das AxeFx zu leise und korrigierst mit den Eingangverstärkern des Pults den Pegel, dann wird im Allgemeinen das Rauschen stärker. Also Output vom AxeFx aufdrehen. Wo auch immer. Intern oder am Front-Poti
 

belphegor

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Wir haben ein neues Mischpult in der Band, und da war meine Einstellung des Out 1 (XLR zu XLR ins Pult, aber ohne Mikro-Vorverstärker) auf einmal zu leise. Manual gelesen, und da steht, dass man das Manual des Mischpultes lesen soll, ob -10db oder +4dbu nötig seien (whatever that is). Als Laie ist es nicht ganz einfach, so ein Manual zu lesen. Kann da jemand helfen? Für mich sieht es nach +4dbu aus ... drittunterste Zeile. Das Mischpult ist ein Qsc touchmix 16.

Anhang anzeigen 83297
dBu, dBv & dBfs sind sog. Pegeleinheiten, die auf unterschiedlichen Referenzwerten basieren.

Die in Europa gebräuchliche Einheit dBu hat als Referenz eine Spannung von 0.775 Volt bei 0 dBu.

Die in USA gebräuchliche Einheit dBv hat als Referenz eine Spannung von 1.0 Volt bei 0 dBv.

Und dann gibt es bspw. noch die für uns hier im Modelerbereich relevante Größe dBfs.
"fs" ist das Kürzel für "full scale".
Dies ist die Einheit für digitale Signalpegel.
Hierzu ist zBsp. definiert, dass 0 dBfs als Obergrenze gilt und den Beginn des digitalen Clippings festlegt.
Die Clipping-LEDs an unserem AxeFx bspw. bilden dieses Clipping ab.

In dem in Deinem anderen Thread von mir angegebenen Signallaufplan des Axe II sieht man sehr schön,
dass die LEDs für Out1 und Out2 VOR den D/A-Wandlern liegen.
Das heißt, sie reagieren auf den DIGITALEN Pegel des an Out1 & 2 an dieser Position anliegenden Signals.

Daher hören sich die D/A-gewandelten, analogen Signale, wenn die Clipping-LEDs leuchten, ziemlich ätzend an.
Nicht so quasi-harmonisch, wie analoge Verzerrungen.

Die sog. Vollaussteuerung bei Signalen der unterschiedlichen Pegeleinheiten liegen bei
  • dBu = +6 dBu
  • dBv = -10 dBv
  • dBfs = -9 dBfs
Dies mal zur Orientierung.
 
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Macky7tyseven

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Danke Euch für Eure Ausführungen. Ich habe das Axe jetzt im Out 1 auf +4dB gestellt, weil die alternative Einstellung -10dB, die ich für das alte Pult verwendet hatte, zu leise war, bzw. ich hätte am Frontregler voll aufdrehen müssen. Jetzt mit +4dB passt es, der Frontregler steht auf 12 und der Mischer ist zufrieden.

Spielt es Eurer Meinung nach eine Rolle, ob ich XLR zu XLR ins Pult gehe (ohne Mikroverstärker) oder ob ich XLR zu Line ins Pult gehe? Was ist besser?

Echt, wenn man kein Elektroingenieur ist, sind diese Dinge schon sehr nebulös. Seid Ihr alle Elektroingenieure, oder bin ich einfach diesbezüglich unterbelichtet? :unsure: Bin jedenfalls froh, dass ich Euch fragen kann. Das Manual habe ich schon x-mal studiert.
 

Bonzo

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Da sagst du was. Ich habe für meine Kabarettauftritte, die Mitte Juni, so Corona will wieder weitergehen, bislang auch ein QSC Touchmix verwendet, aber da es sich mit zunehmenden Alter (das Alter des QSC) immer öfter aufgehängt hat, was während des Auftritts maximal so mittellustig ist, habe ich mir ein Yamaha TF Rack gekauft und bin heilfroh, dass ich einen Freund habe, der mir dann den ganzen Quark inklusive IPad Anbindung für das Mixen unabhängig vom FOH Platz eingerichtet hat. Ich wäre verloren.
 

Andy

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Wenn das Pult auch bei den Line-Ins einen symmetrischen Eingang hat, spielt es keine Rolle. Das bedeutet, die Klinkenstecker sind stereo ausgeführt (Edit: und die Buchsen im Pult natürlich auch) und müssen natürlich dann richtig beschaltet sein. Ob die Eingänge symmetrisch oder asymmetrisch ausgeführt sind - im Pult - sollte im Manual stehen. Ich würd beidseitig XLR verwenden. Dann ist es auf alle Fälle symmetrisch. Symmetrisch ist besser hinsichtlich Störungen, also um diese zu unterdrücken.


Seid Ihr alle Elektroingenieure, oder bin ich einfach diesbezüglich unterbelichtet? :unsure: Bin jedenfalls froh, dass ich Euch fragen kann. Das Manual habe ich schon x-mal studiert.
Ich bin tatsächlich einer. Was die praktische Anwendung oder Umsetzung anbelangt, hat mir eine davor absolvierte Berufsaufbildung oder das sich damit Beschäftigen aber mehr gebracht, als das Studium. Da lernt man dann eher die sich dahinter befindende Mathematik.
 
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Friedlieb

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Spielt es Eurer Meinung nach eine Rolle, ob ich XLR zu XLR ins Pult gehe (ohne Mikroverstärker) oder ob ich XLR zu Line ins Pult gehe? Was ist besser?
Zu den Steckern hat Elektro-Andy ja schon was gesagt. Hier nur noch etwas Friedlieb-Senf dazu: entscheidend ist nicht nur der Stecker selbst, sondern die Frage, ob das Kabel symmetrisch ist. Ein asymmetrischs Kabel (zB Gitarren-Klinke) hat nur einen Leiter und der "Rückweg" des Stroms fließt über den Masse-Mantel. Ein symmetrisches Kabel (zB Mikro-Kabel mit XLR) hat getrennte Drähte für + und - sowie eine zusätzliche Abschirm-Masse. Eine Störung von außen durch hinreichend starke elektromagnetische Felder wirkt bei einem solchen symmetrischen Kabel dann auf beide Drähte, nur in jeweils umgekehrter Richtung, wegen + und -.
Als kleines Rechenbeispiel für Nicht-Elektroingenieure: trifft eine Störung der Stärke "5 Störbrumm" auf ein asymmetrisches Kabel, welches nur einen Leiter und die Masse hat, hast du anschließend genau diese "5 Störbrumm" im Signal und im Pult. Bei einer symmetrischen Verbindung hast du "-5 Störbrumm" auf der Minus-Leitung und "+5 Störbrumm" auf der Plus-Leitung. Das zusammengezählt ergibt +5 -5 = 0 und damit kein Störbrumm mehr. Die Bezeichnung "Störbrumm" ist dabei in der Fachwelt nur sehr bedingt etabliert ;-) und wurde lediglich der Anschaulichkeit halber gewählt. Zu den Störungen gehört auch Fiepen, Zischeln und Zirpen, und so ein Zeug. You name it.

So richtig deutlich würde das Problem zB werden, wenn die Bühne oben auf einem Strommast wäre, das Mischpult auf dem andern, und deine Kabel parallel zu der 10 kV-Leitung verlaufen würde. Hossa, würde das brummen. Vielleicht sogar das Pult schmelzen. Extrembeispiel halt. Ich hatte bisher in den meisten Fällen Glück mit asymmetrischen Kabeln, aber wenn viel Dimmer-Zeugs und so auf der Bühne rumliegt, sind symmetrische Kabel jedenfalls sicherer.

Echt, wenn man kein Elektroingenieur ist, sind diese Dinge schon sehr nebulös. Seid Ihr alle Elektroingenieure, oder bin ich einfach diesbezüglich unterbelichtet? :unsure: Bin jedenfalls froh, dass ich Euch fragen kann. Das Manual habe ich schon x-mal studiert.
Also ich bin keiner, ich habe zwar eine elektrotechnische Ausbildung gemacht und war schon kurz davor, Elektrotechnik zu studieren, habe mich dann aber doch für die Informatik entschieden. Computer und so. Später habe ich dann rausgefunden, dass die auch Strom brauchen.

Und nein, du bist nicht unterbelichtet. Dein Bild ist nur an anderen Stellen hell als das eines Elektrikers. Und glaub mir, die haben auch ihre dunklen Stellen. 😄
 

Andy

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@Friedlich: richtig, das Kabel muss auch symmetrisch ausgeführt sein. Guter Hinweis.
 

Macky7tyseven

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Zu den Steckern hat Elektro-Andy ja schon was gesagt. Hier nur noch etwas Friedlieb-Senf dazu: entscheidend ist nicht nur der Stecker selbst, sondern die Frage, ob das Kabel symmetrisch ist. Ein asymmetrischs Kabel (zB Gitarren-Klinke) hat nur einen Leiter und der "Rückweg" des Stroms fließt über den Masse-Mantel. Ein symmetrisches Kabel (zB Mikro-Kabel mit XLR) hat getrennte Drähte für + und - sowie eine zusätzliche Abschirm-Masse.
Und nein, du bist nicht unterbelichtet. Dein Bild ist nur an anderen Stellen hell als das eines Elektrikers. Und glaub mir, die haben auch ihre dunklen Stellen. 😄
Das habe ich jetzt verstanden. Thanksalot!

Erinnert mich an meine Tochter, als sie 5 Jahre alt war, wir Eltern am Tisch etwas besprochen haben und sie zugehört aber kein Wort verstanden hat. In einer Pause hat sie dann jeweils gefragt: "Mami, seisch es mir au?" :biggrin:

Danke, Friedlieb, dass Du es mir auch gesagt hast. :biggrin:
 

nobbi

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Warum sind dann Gitarrenkabel nicht xlr? Entsprechende Buchsen an der Gitarre vorausgesetzt. Über diese manchmal schlecht abgeschirmten Kabel kann man sich ja auch viele Störungen einfangen....
 

Friedlieb

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Technisch wäre das besser. Aber Gitarristen sind konservativ. Anwesende natürlich ausgenommen.
Außerdem müsste man einen Wandler einbauen, da die Pickups ein asymmetrisches Signal liefern.
Würde man die Signalkette vom Pickup bis zum Eingang des Amps Amp auf der grünen Wiese komplett neu aufbauen, so wären XLR-Kabel gesetzt.
 

Andy

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Ich hab schon xlr Buchsen in Gitarren gesehen aber nur asym. beschalten. Man könnte einen Gitarrenpickup schon symmetrisch anschließen. Die Verbindung vom Pickup (Wicklung) nach Masse lösen und dann auf Minus vom xlr legen. Plus mit dem heissen Anschluss verbinden. Ggf. Noch zwei identische hochohmige Widerstände jeweil von Plus und von Minus auf Ground. Dann hätte man eine virtuelle Masse. Das ganze scheitert dann aber am Amp Input. Diese sind und waren schon immer asymmetrisch aufgebaut.

Könnte man ggfs mit einem Überträger lösen... Ich bin allerdings am Überlegen, ob das wirklich was bringt... Bei 5 Meter Gitarrenkabel
 
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nobbi

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Ok, dann lieber ein gutes, trittfestes und gut abgeschirmtes Klinkenkabel - wie bisher. War ja nur so ´ne Idee...
 

Andy

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Ich wollte die Diskussion nicht abwürgen. Es ist eher als Frage gedacht.
 

Hubi72

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Ich kann mich dunkel und ganz trübe an irgendwelche aktiven Edelbässe mit XLR -Output erinnern - war es Alembic?
 

Andy

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Die haben auf alle Fälle eine, stimmt
 
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