Humbuster Cable

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Gerne.

Hatte vorhin noch ein paar Gedanken dazu.
Ich nehme ja an, Du sprichst von dem Verlöten des Masseanschlusses am Potigehäuse, oder?

3 Sachen noch dazu.
Temperatur; die muss natürlich hoch genug sein. So großflächige Körper wie Potigehäuse oder Pickup-Blechkappen verteilen sehr schnell die punktuell am Kolben vorhandene Wärme.
Daher bedarf es bei diesen Arbeiten einer etwas höheren Temperatur und zudem einer breiteren/dickeren Lötspitze.
Letztere gibt punktuell mehr Energie ab, als ein dünne bspw. 1 mm-Spitze.

Flussmittel; wenn Dein Lötdraht in seinem Kern kein Flussmittel enthält, muss man das ggf. extern zuführen.
Es verbessert deutlich den Haftprozess.

Vorverzinnen; wenn man einen Draht oder die Masselitze nicht mehr biegen muss beim verorten an der Lötstelle, empfielt es sich,
die Leiter und/oder Litze zuvor schonmal mit Lötzinn zu verzinnen.
Das erleichtert den Lötvorgang ebenfalls ungemein.
Was anderes wäre es, wenn du die Anschlüsse an den 3 Lötfahnen des Potis anbringen möchtest.
Da sollte man das Kabelende etwas weiter abisolieren und durch die Augen der Lötfahne stecken und umbiegen.
Verbessert den Halt und sorgt dafür, dass sich beim Löten nichts bewegt, was dann wiederum schnell mal ne kalte Lötstelle verursacht.
Und die Oberfläche des Potigehäuses sollte man auch ruhig vorverzinnen.
Danach ist das verlöten der Litze auch deutlich einfacher, weil man sich dann nicht mehr um die Haftung auf den Gehäuse kümmern muss.
 

papasoeren

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Also ich benutze seit Jahren immer Lötwasser um oxydierte Oberlächen vor dem Löten zu reinigen. Das funktioniert und garantiert heiße Lötpunkte.

Frage: Ist das Teil hier eine kostengünstige Alternative zum Palmer PDI-05?
 

nwngnm

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Also ich benutze seit Jahren immer Lötwasser um oxydierte Oberlächen vor dem Löten zu reinigen. Das funktioniert und garantiert heiße Lötpunkte.

Frage: Ist das Teil hier eine kostengünstige Alternative zum Palmer PDI-05?
Kostengünstig schon, aber Cinch Buchsen ?
Da nehm ich lieber das Behringer HD400 für 27€.
 

Bonzo

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Gerne.

Hatte vorhin noch ein paar Gedanken dazu.
Ich nehme ja an, Du sprichst von dem Verlöten des Masseanschlusses am Potigehäuse, oder?

3 Sachen noch dazu.
Temperatur; die muss natürlich hoch genug sein. So großflächige Körper wie Potigehäuse oder Pickup-Blechkappen verteilen sehr schnell die punktuell am Kolben vorhandene Wärme.
Daher bedarf es bei diesen Arbeiten einer etwas höheren Temperatur und zudem einer breiteren/dickeren Lötspitze.
Letztere gibt punktuell mehr Energie ab, als ein dünne bspw. 1 mm-Spitze.

Flussmittel; wenn Dein Lötdraht in seinem Kern kein Flussmittel enthält, muss man das ggf. extern zuführen.
Es verbessert deutlich den Haftprozess.

Vorverzinnen; wenn man einen Draht oder die Masselitze nicht mehr biegen muss beim verorten an der Lötstelle, empfielt es sich,
die Leiter und/oder Litze zuvor schonmal mit Lötzinn zu verzinnen.
Das erleichtert den Lötvorgang ebenfalls ungemein.
Was anderes wäre es, wenn du die Anschlüsse an den 3 Lötfahnen des Potis anbringen möchtest.
Da sollte man das Kabelende etwas weiter abisolieren und durch die Augen der Lötfahne stecken und umbiegen.
Verbessert den Halt und sorgt dafür, dass sich beim Löten nichts bewegt, was dann wiederum schnell mal ne kalte Lötstelle verursacht.
Und die Oberfläche des Potigehäuses sollte man auch ruhig vorverzinnen.
Danach ist das verlöten der Litze auch deutlich einfacher, weil man sich dann nicht mehr um die Haftung auf den Gehäuse kümmern muss.
Jetzt sollte einer festen Verbindung von Draht und Potigehäuse nichts mehr im Wege stehen. Nochmal vielen Dank.
 

Skogtroll

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Frage: Ist das Teil hier eine kostengünstige Alternative zum Palmer PDI-05?
Da nehm ich lieber das Behringer HD400 für 27€
...die machen sicherlich "zunächst" ihren Job... ...aber sollten aus irgendwelchen Gründen heftige/starke magnetische Felder in der Nähe dieser Geräte sein, so ist man letztendlich mit einem Palmer Gerät am Besten aufgestellt: Palmer verwendet bei den Trenntrafos MU-Metall geschirmte!

Bei den Monacor und Behringer Teilen bin ich mir für diesen Preis ziemlich sicher, das hier kein MU-Metall verbaut wurde. O.K., MU-Metall muss auch nicht unbedingt verbaut werden, z.B. wenn man solche Teile nur zu Hause verwendet (Homestudio?!), aber wenn man unterwegs ist, dann ist man mit der Palmer Qualität doch deutlich sicherer aufgestellt. Ich würde da keinen Kompromiss eingehen > ich würde mir das Palmer Teil oder eine vergleichbare Qualität holen. Z.B. Lehle.
 

nwngnm

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...die machen sicherlich "zunächst" ihren Job... ...aber sollten aus irgendwelchen Gründen heftige/starke magnetische Felder in der Nähe dieser Geräte sein, so ist man letztendlich mit einem Palmer Gerät am Besten aufgestellt: Palmer verwendet bei den Trenntrafos MU-Metall geschirmte!

Bei den Monacor und Behringer Teilen bin ich mir für diesen Preis ziemlich sicher, das hier kein MU-Metall verbaut wurde. O.K., MU-Metall muss auch nicht unbedingt verbaut werden, z.B. wenn man solche Teile nur zu Hause verwendet (Homestudio?!), aber wenn man unterwegs ist, dann ist man mit der Palmer Qualität doch deutlich sicherer aufgestellt. Ich würde da keinen Kompromiss eingehen > ich würde mir das Palmer Teil oder eine vergleichbare Qualität holen. Z.B. Lehle.
Ist sicher richtig.
Aber ich hab das Behringer Teil auch live dabei und bisher noch kein Problem gehabt.
In meinem alten Axe Fx II Rack hab ich das HD400 sogar fest verbaut.
 

Andy

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...ich habe mir gerade die Palmer PLI-05 genauer angesehen: Wie gehst Du denn in die Klinkenbuchsen rein? Mit Mono-Kabel?!? ...weil auch die Klinkeneingänge sind bei dieser Palmer ja "Balanced"... ...das verwirrt mich jetzt...
Ja einfach mit ganz normalen Mono Klinkensteckern
 

Andy

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Also ich benutze seit Jahren immer Lötwasser um oxydierte Oberlächen vor dem Löten zu reinigen. Das funktioniert und garantiert heiße Lötpunkte.

Frage: Ist das Teil hier eine kostengünstige Alternative zum Palmer PDI-05?
Das Teil kenn ich nicht.
 

Andy

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Jetzt sollte einer festen Verbindung von Draht und Potigehäuse nichts mehr im Wege stehen. Nochmal vielen Dank.
So Flussmittelspender gibt's auch als Stift, ähnlich nem Edding. Wichtig ist bei irgendwas am Gehäuse festlöten die Leistung des Lötkolbens und die Spitze. Mit einem 15 Watt Lötkolben mit Feinspitze wird das auch eher nichts. Da braucht es öfter mal ein echtes Bratrohr.
 
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Gelöschtes Mitglied 10924

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So Flussmittelspender gibt's auch als Stift, ähnlich nem Edding. Wichtig ist bei irgendwas am Gehäuse festlöten die Leistung des Lötkolbens und die Spitze. Mit einem 15 Watt Lötkolben mit Feinspitze wird das auch eher nichts. Da braucht es öfter mal ein echtes Bratrohr.
Sach ich doch (y)
 

Skogtroll

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Eine Verständnisfrage: Ist das heute erhältliche Flussmittel immer noch in Salzsäure gelöstes Zink? ...ich habe in grauer Vorzeit mal das selbst herstellen dieser Lösung gelernt. Das war aber damals eine eigentlich sehr gefährliche Sache. Die damaligen Praxix-Lehrkräfte hatten auch für hohe Sicherheitsstandards gesorgt.

Heute benutze ich so was gar nicht mehr. Es reicht nach meinem Dafürhalten aus, wenn man eine hohe Temperatur kurz auf das Poti-Gehäuse zusammen mit "Blödsinn" bringt > hat das Lötzinn einmal auf der Oberfläche gebunden ist alles gut. Man kann die Oberfläche auch vorher leicht anrauhen. Dann erst verlöte ich mit weniger (!) Temperatur Kabel auf das Potigehäuse.

ABER: Wenn das heutige verwenden von Lötwasser nicht mehr so gefährlich ist, dann denke ich dennoch daran, damit zu arbeiten. Es würde ja die Arbeit erleichtern. Das Zeug was wir früher hatten, dass war schon eine Hausnummer!

Wegen der hohen Temperatur verwende ich schon seit langem eine einfache und günstige Lötstation, die ich bis ~450° einstellen kann. Für das Vor-Verzinnen des Potigehäuses regel ich dann schon mal auf >300°. Wichtig ist: Hitze nur kurz auf das Blech bringen und möglichst schnell das Lötzinn zum Abbinden auf die Oberfläche bringen > Hitze geht nun mal gerne schnell durch Metall und ich vermeide es, das dieses dann über das Gehäuse "durch das Poti kriecht".

Für das weitere Verlöten stelle ich dann die Lötstation so auf ~220°. Ist auch ein wenig abhängig vom Lötzinn. Ich habe schon mit Lötzinn gearbeitet, welches bei 180° schmolz, anderes brauchte schon 250° (zumeißt industriell gelötetes Innenleben, welches gelöst werden musste).
 

papasoeren

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Man kann die Oberfläche auch vorher leicht anrauhen. Dann erst verlöte ich mit weniger (!) Temperatur Kabel auf das Potigehäuse.

ABER: Wenn das heutige verwenden von Lötwasser nicht mehr so gefährlich ist, dann denke ich dennoch daran, damit zu arbeiten. Es würde ja die Arbeit erleichtern. Das Zeug was wir früher hatten, dass war schon eine Hausnummer!
Zum Anrauhen kann man auch solche Glasfaser-Stifte verwenden. Hmm, die Flasche Lötwasser die ich habe, nutze ich schon mindestens 15 Jahre. Eine Zusammensetzung steht da nicht drauf, entspricht aber laut Etikett DIN 8511 F-SW 12.
 

Skogtroll

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Hmm, die Flasche Lötwasser die ich habe, nutze ich schon mindestens 15 Jahre. Eine Zusammensetzung steht da nicht drauf, entspricht aber laut Etikett DIN 8511 F-SW 12.
Und die Bezeichnung DIN 8511 F-SW 12 führt einen z.B. hier hin. Ja! ...es ist noch das gute alte Zink welches in Salzsäure gelöst wird > Gefahrenbestimmende Komponenten: Zinkchlorid steht dort unter der "Artikelbeschreibung" geschrieben.

Dann arbeitet schön vorsichtig damit! ...und lasst es nicht auf den Gitarrenlack plätschern....

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Wolferl

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Nachdem ich in der Bedienungsanleitung auf diese ominösen Humbuster Kabel gestossen bin: Es macht absolut keinen Unterschied ob ein normales Monokabel verwendet wird mit dementsprechenden Mono Steckern oder ein Humbuster dessen Ring Ader auf dem anderen Ende auf Masse verbunden ist.
 

aalrh

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Es brummt halt nicht in Verbindung mit einem Amp.
Ich habe zuvor auch mit einem normalen Kabel gespielt (FM9 - 4CM/vor dem Amp). Als es brummte, habe ich mir Humbuster-Kabel gelötet und habe seitdem keine Probleme mehr gehabt.
 

Wolferl

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Das ist aber nicht logisch. Sobald R, wo auch immer, auf Masse liegt ist es egal an welcher Stelle es passiert und ob es eine separate Leitungsführung ist oder nicht, R und S sind an beiden Seiten kurzgeschlossen und damit kann man auch an beiden Seiten einen Mono Stecker verwenden.
 

Friedlieb

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Ganz so einfach ist es nicht. Allein schon weil die Masse an dem einen Ende nicht zwangsläufig das gleice Potenzial hat wie die Masse am anderen Ende. Man kann es aber auch anders ausdrücken: wenn das Modell nicht mit der Realität übereinstimmt, liegt das nicht an der Realität. :) Und Realität ist, dass die Humbuster-Kabel funktionieren.
 

Wolferl

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Allein schon weil die Masse an dem einen Ende nicht zwangsläufig das gleice Potenzial hat wie die Masse am anderen Ende.
Genau aus diesem Grund fliessen ja auch Ausgleichsströme.
Ob die durch einem oder zwei parallelen Kabeln fliessen ist egal.
 

Wolferl

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Ich hab leider nichts gefunden aber wo kann man die theoretischen Vorteile eines Humbusterkabels mal nachlesen?
 
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