Modeler mit Matrix Endstufe oder mit Röhrenendstufe???

Gitarrenschlumpf

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Klar. Sowas gibt´s auch schon. Aber leistungstechnisch uninteressant für uns Gitarristen.
 

Andy

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Interessant wird es erst wenn die Streichholzschachtel mit einem 9volt Block versorgt wird aber 2x 100 Watt raus kommen 😂😁🤣

Wobei, der Conrad konnte sowas früher immer... Ein 20 Watt Netzteil und 2x1000 Watt Leistung der Endstufe 🤣
 

Nunobv79

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Ich hab mir spasseshalber mal die Matrix GT1000 geschossen bei Kleinanzeigen und ich muss sagen. Bin begeistert.
Bisher hab ich sie nur zu Hause über ne 1*12 gespielt. Und das macht richtig Laune. Kann sein, dass ich im Proberaum bei hohe Lautstärken vielleicht anders darüber denke. Dort nutze ich derzeit die Endstufe von dem Victory Kraken (50 Watt Röhre). Aber allein für den Spass zu Hause werde ich sie behalten, auch wenn sie eigentlich dafür überproportional ist. Habe aber für zu Hause schon einige andere Digitale Endstufen ausprobiert und war irgendwie nicht so begeistert bisher.

Sobald ich mal im Proberaum den AB Vergleich angestellt habe und vor allem im Bandkontext, werde ich mal meine persönlichen Erfahrungen mitteilen.

82895
 

Heavy

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Ich habe leider noch nicht den kompletten Thread gelesen. Hoffe der Ansatz kommt jetzt nicht doppelt.

Beim wechsel zwischen MOSFET und Röhrenendstufe sollte man drauf achten, dass beim verwenden der Röhrenendstufe die Poweramp Simulation im Axe abgeschaltet wird, oder? Sonst hast du einige Effekte die eine Röhrenendstufe mit sich bringt doppelt. Wie Power Sagging, Negative Feedback & Einfluss der Speaker Impedance.

Sehr ausführlich hier beschrieben: https://www.axefx.de/threads/gute-gruende-fuer-eine-gute-mosfet-endstufe-wie-bspw-die-matrix-gt1000fx.990/
 

Andy

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Ja. Aber, obwohl unsere Ohren unseren Augen um Welten überlegen sind, vertrauen wir einer Darstellung eines Frequenzgangs mehr als unseren Ohren .... Kann man eigentlich nur den Kopf schütteln
 

Heavy

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....für was hat der Mensch Ohren am Kopf...

Wenns gut klingt (und/oder) gefällt ist doch alles bestens
Nur weil es für einen selbst im isolierten Klangbild besser gefällt, heißt es ja nicht, dass es objektiv auch wirklich besser ist. Unser Gehör lässt uns oft in so einige Fallen tappen.

ich persönlich bin bei solchen Sachen lieber sehr vorsichtig und orientiere mich eher daran, wie etwas tatsächlich gedacht ist. Das ist aber nur meine persönliche Herangehensweise. Kann natürlich auch etwas einschränkend sein neues zu entdecken.
 

f.f

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"Objektiv besser"? ...objektiv ist ein Sound bzw. Klangerlebnis (zum glück) m.m.n
schwer zu beurteilen.
 

Heavy

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Naja mit Objektiv meine ich sowas wie allgemein anerkannt oder bewährt. Also was einem nicht nur persönlich gefällt, sondern was auch anderen gefallen würde und oder sich auch im typischen Mix durchsetzt.
 

f.f

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Gerade im mix setzt sich allerei seltsames oft besser durch als ein "normalo" realistisch gemodelter (oder realer) amp durch. Auch hier hilft am besten drehen bis es gefällt....
Das ist die typische musiker denke. Man findet seine gitarre solange geil bis einem jemand in einem forum sagt das harley benton scheisse ist....von da an gefällt sie plötzlich scheisse....
 

Heavy

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...wie auch immer. Ist wohl halt einfach meine persönliche denke.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass einfach mal auszuprobieren die power amp Simulation auszumachen bei Benutzung vom Röhrenamp und zu schauen, ob nicht das vielleicht besser ist. Geht gut und einfach unter der Hardwaretaste „global“ am axe fx2. Beim 3er weiß ich es nicht. Aber vielleicht gibts dort auch ein global Menu. Sonst pro ampblock kann man es unter power supply deaktivieren wenn man power sagging auf „0“ dreht.
 

papasoeren

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Beim wechsel zwischen MOSFET und Röhrenendstufe sollte man drauf achten, dass beim verwenden der Röhrenendstufe die Poweramp Simulation im Axe abgeschaltet wird, oder? Sonst hast du einige Effekte die eine Röhrenendstufe mit sich bringt doppelt. Wie Power Sagging, Negative Feedback & Einfluss der Speaker Impedance.
So vereinfachen kann man das aus meiner Erfahrung nicht (ich verwende bevorzugt Röhrenendstufen).
Hast du ein Preset mit einem Non-MV-Amp, z.B. den Deluxe Tweet (dort ist das MV auf 10 gestellt), mit dem Input Drive hast du einen leicht angecrunchten Sound eingestellt. Laut Lehrbuch sollst du dann die Power-Amp-Sektion bei Verwendung einer Röhrenendstufe ausschalten, entweder global oder indem man SAG im Preset auf Null stellt. Wenn du das machst, erhältst du plötzlich einen super cleanen Sound, den du auch nicht beim Aufreißen der Röhrenendstufe wieder zu einem ähnlich angecrunchten Sound bekommst. Bei MV-Amps, die default das MV auf z.B. 4 stehen haben, ist sowas eher möglich, aber auch nicht per se.
Ich nutze 3 ähnliche Röhrenenstufen. Die Marshall EL84 20/20, eine alte ENGL 20/20 Watt Endstufe oder die neue ENGL E810, auch 20/20 Watt. Das sind Rack-Endstufen. Die sind nicht dafür gemacht, eine Wahnsinns-Endstufenzerre zu erzeugen, sondern ein Preamp-Signal so zu verstärken, dass es mit einer Gitarren-Box wiedergegeben werden kann. Die arbeiten also nicht so, wie die Endstufen eines normalen, mit seiner Vorstufe und dem Tonestack abgestimmten Gitarrenamps, der dafür gebaut wurde, Endstufenverzerrung satt zu liefern. Klar komprimieren die auch und gehen mehr oder weniger in die Sättigung, wenn man die richtig aufdreht. Aber nicht so, dass das rechtfertigen würde, SAG auszuschalten.
Und wenn ich z.B. im LION in der Halberstädter Straße in Sudenburg spiele, ist die Endstufe sowieso nur bei maximal 35-40% aufgedreht. Da ist alles noch völlig linear und clean. Das einzige, was ich mache, die Speaker Impedance Kurve flach ziehen, weil ja echte Interaktion zwischen Röhrenendstufe und Box stattfindet. Und mit SAG kanst du spielen aber nicht wirklich ausschalten. Das sind meine Erfahrungen.
 

Heavy

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Ah, das mit der Endstufensättigung hatte ich nicht bedacht. Danke für den Punkt. Mich persönlich würde das aber dann eher bestärken eine solide State Endstufen zu nehmen. Dann hat man den Kompromiss nicht. Ah, du warst der, der auch MD kommt :) wenn bessere Zeiten kommen wo man wieder Leute treffen darf, würde ich mir deine Sounds gern mal anhören.
 

papasoeren

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Schau dir mal diesen Test hier an: Vergleichstest Gitarren-Endstufen
Die Tests wurden mit einem Kemper-Signal gemacht.
Es gibt da wirklich keine so großen Unterschiede - finde ich - die rechtfertigen, dass man das Poweramp-Modeling im Axe Fx auschaltet.
Klar, kannst gern mal vorbeikommen. :) Wir haben unseren Proberaum in der Liebknechtstraße. Ist gut zu erreichen und zu parken dort.
 

belphegor

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Ah, das mit der Endstufensättigung hatte ich nicht bedacht. Danke für den Punkt. Mich persönlich würde das aber dann eher bestärken eine solide State Endstufen zu nehmen. Dann hat man den Kompromiss nicht. Ah, du warst der, der auch MD kommt :) wenn bessere Zeiten kommen wo man wieder Leute treffen darf, würde ich mir deine Sounds gern mal anhören.
Rein theoretisch hast Du natürlich Recht.
Das Arbeitskonzept des Modellers impliziert bestimmte kontextuelle Prämissen....
😂😂😂
Hab ich das nicht geil beschrieben, sach doch mal 😂🤣😅😂🤣😅😂🤣

Aber im Ernst.
Stimme Sören zu.
Ich nutze die Marshall 20/20 seit langer Zeit.
Dazu richtige Gitarrenboxen; allerdings 2x12er. Keine 4x12.
Und ich schalte nix ab.
Ich will den gemodelten Charakter des Amp-Typs, den ich gewählt habe;
Ich will den Cab-Charakter des Cabs, dass ich gewählt habe.
Und damit das über dieses System funktioniert, muss man natürlich etwas tweaken.
Und wenn der Sound geil ist, dann passt's doch.
Und wenn man es dann noch in den Bandmix eingepasst bekommt, erst recht.

Wir müssen einfach bei unserem Thema AxeFx hier immer wieder berücksichtigen, dass es eine rein technisch-funktionale
Betrachtungsweise und eine subjektiv klangtechnische Betrachtungsweise gibt.
Diskussionen, bei denen diese beiden Perspektiven munter miteinander vermischt werden, führen nicht selten zu
hoch-emotionalen Disputen, manchmal sogar zum Streit.
Und am Ende steht immer die gleiche Erkenntnis:
Man muss sich für EINE Vorgehensweise entscheiden und damit sein Ziel anstreben.
Ansonsten kommt man, auch bei den Ergebnissen, meiner Meinung nach zu oft in Teufels Küche ;-)
 
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